Nach der gefeierten Premiere von George Enescus „Oedipe“ steht die letzte Aufführung dieser Ausnahmeoper in dieser Spielzeit am Freitag, 18. Mai, um 19.30 Uhr auf dem Spielplan im Großen Haus Gera.

Lange hat der gebürtige Rumäne George Enescu an seiner einzigen Oper gearbeitet – erste Ideen stammten aus der Zeit um 1910, der Hauptteil der kompositorischen Arbeit fiel in die 20er-Jahre, abgeschlossen wurde die "Oedipe" aber erst 1931. Fünf Jahre später folgte die Uraufführung in Paris. Heute ist das Werk wegen seiner enormen künstlerischen Herausforderungen mit einer Riesen-Orchesterbesetzung nur selten auf dem Spielplänen zu finden. 2013 erregte die Inszenierung von Hans Neuenfels in Frankfurt am Main Aufsehen. Jetzt schaut die Fachwelt auf Gera, wo die Aufführung auch Dank der Theaterpreis-Gelder des Bundes realisiert werden konnte. Gewaltig ist die an Klangfarben reiche Musik, gewaltig der Stoff. Ödipus ist einer der tragischsten Helden der Antike. Die Titelpartie gestaltet Sébastien Soulès als Gast von der Oper Leipzig mit Bravour. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner.

Marc-Uwe Kling (*1982) hat mit dem kommunistischen Känguru eine Figur geschaffen, die gesellschaftliche Fragen unserer Zeit aufgreift und dazu anregt, einmal mehr um die Ecke zu denken. Die (Hör-)Buchreihe Die Känguru-Chroniken bildet dabei die Grundlage für die Theateradaption, für die Marc-Uwe Kling zusätzlich eigene Lieder eingefügt hat, die auf der Bühne von Musiker Marco de Haunt interpretiert werden. Die Vorstellung am Samstag um 19.30 Uhr in der Bühne am Park ist ausverkauft. Die Kartennachfrage für Vorstellungen am Ende der Spielzeit lohnt noch.

Pfingstsonntag und Pfingstmontag um 14.30 Uhr gehört die Bühne im Großen Haus Gera Liberace und seinen jungen Liebhabern. Das Thüringer Staatsballett zeigt Silvana Schröders neuen Ballettabend „Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin“ über das Leben des Ausnahmepianisten Władziu Valentino Liberace (1919-1987), der in ihrer Inszenierung gleich von drei Darstellern gespielt wird: Schauspielkapellmeister Olav Kröger gibt den Pianisten Liberace live am Flügel, der ehemalige Ballettdirektor Peter Werner-Ranke spielt den alten Liberace und der Tänzer Jon Beitia Fernandez übernimmt die Rolle des jungen Liberace. Verena Hemmerleins Ausstattung fängt die ganze Pracht, mit der sich Liberace umgab, ein.

 

Altenburg
In der neuen Reihe Kabarett der Komödianten ist der Heinz-Erhardt-Abend unter dem Titel „Fährt der alte Lord, mit der Made fort“ in der Regie von Mandy Röhr am Freitag und Samstag um 21.00 Uhr im Theater unterm Dach zu erleben. Es spielen Nolundi Tschudi und Johannes Emmrich. Die Vorstellungen sind bereits ausverkauft – bleibt nur die Nachfrage nach Karten an der Abendkasse.

Die beiden letzten Vorstellungen der Komödie „Venedig im Schnee“ gehen am Pfingstsonntag um 19.30 Uhr und Pfingstmontag um 18 Uhr über die Bühne im Heizhaus. Als Jean-Luc (Thorsten Dara) in Paris zufällig seinem alten Studienkollegen Christophe (Maximilian Popp) begegnet, lädt er ihn und seine Freundin spontan zum Abendessen in seine Wohnung ein. Diese hat er gerade mit seiner Freundin Nathalie (Ines Buchmann) frisch bezogen. Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Jean-Luc ahnt nicht, welche Gäste er sich ins Haus geholt hat! Während er und Nathalie in harmonischen Zärtlichkeiten schwelgen, hat es zuvor bei Christophe und seiner Freundin Patricia (Nolundi Tschudi) ordentlich gekracht. Patricia nämlich hat überhaupt keine Lust, den Abend mit fremden Leuten und Smalltalk zu verbringen. Kurzerhand entschließt sie sich, gar nicht zu sprechen. Ihre Schweigsamkeit löst bei den Gastgebern Irritationen aus. Das glücklich-naive Pärchen mutmaßt schließlich, dass Patricia Ausländerin sei. Gerne nimmt die zornige Freundin dieses Missverständnis auf und entwickelt eine diabolische Freude daran, die Grenzen der Gastfreundschaft und Toleranz von Jean-Luc und Nathalie auszuloten.

Innerhalb der diesjährigen Thüringer Schlössertage, die unter dem Motto „Aufgeregt! Skandale, Intrigen und Seitensprünge“ stattfinden, wird am Pfingstsonntag eine Sonderführung im Landestheater Altenburg angeboten. Vorrangig steht dabei die Zeit des Herzoglichen Hoftheaters im Mittelpunkt. Die Aufzeichnungen des damaligen Intendanten Friedrich Freiherr von Liliencron, die sogenannten Liliencron-Journale, verraten viel Wissenswertes und Heiteres aus dieser Zeit. Seien sie neugierig! Treff für die Führung ist am Pfingstsonntag, 20.Mai, 11 Uhr vor den Haupttreppen des Theaters. Sie und Ihre Pfingstgäste sind herzlich eingeladen. Kosten: 3 Euro.

Nach 35 Jahren kehrt die tschechische Nationaloper „Die verkaufte Braut“ von Bedřich Smetana in den Spielplan des Landestheaters Altenburg zurück. Die Premiere ist am 27. Mai um 18 Uhr. Im besonderen Ambiente des Lindenau-Museums findet in Zusammenarbeit von Theater&Philharmonie Thüringen und der Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umkreis e.V. dazu ein Theaterfrühstück statt.
Das Regieteam unter der Leitung von Generalintendant Kay Kuntze wird seine Sichtweise auf das Spiel zwischen Heiratsvermittlung, Erbfragen, dörflichem Leben voller tschechischer Folklore und natürlich Liebe darlegen. Die Moderation übernimmt Chefdramaturg Felix Eckerle. Freuen Sie sich auf musikalische Kostproben. Anne Preuß (Marie), Janos Ocsovai (Hans) und Timo Rößner (Wenzel) werden am Flügel vom musikalischen Leiter der Aufführung Takahiro Nagasaki begleitet.
Die Bühnen- und Kostümbildnerin der Inszenierung, Irene Suhr, stellt derzeit im Lindenau-Museum aus. „Im Lande Kalevas“ heißt ihre Ausstellung, durch die die Künstlerin beim Theaterfrühstück auch führen wird. Alle Interessenten sind herzlich am Pfingstmontag, 21. Mai, 11 Uhr ins Lindenau-Museum eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Karten an der Theaterkasse, Telefon 03447-585177 oder 0365-8279105.