Konzert & Lesung mit Steffen Mensching, Simon Gaudenz und der Jenaer Philharmonie in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena
In dieser Spielzeit startet die Reihe Philharmonie@Uni in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität. Die erste Ausgabe am Montag, 18. November um 19 Uhr steht – wie „Der Klang von Jena“ am Tag zuvor – unter dem Thema „Politik, Verantwortung & Kunst“.

Steffen Mensching c Friederike Lüdde

Text und Ton führen die Zuhörer nach Russland. Die Jenaer Philharmonie spielt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Simon Gaudenz Musik aus Dmitri Schostakowitschs „Moskau, Tscherjomuschki“, der Suite für Varieté-Orchester und „Die Stechfliege“, die mal mehr, mal weniger politisch, aber immer doppelbödig daherkommt.
Dazwischen liest Steffen Mensching, Autor und Intendant des Theaters Rudolstadt, Passagen aus seinem Roman-Epos „Schermanns Augen“, das in einem stalinistischen Gulag angesiedelt ist und ergreifend die Ausweitungen eines politischen Schreckenssystems schildert. Das Buch wurde 2018 von den Feuilletons als literarischer Triumph und eine der besten Neuerscheinungen des Jahres bezeichnet.
Moderiert wird die Konzert-Lesung von Dr. Immo Rebitschek, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er liefert zeitgeschichtliche Hintergründe und tritt in einen Dialog mit den Teilnehmern über das Verhalten von Kunst in repressiven Zeiten und die Möglichkeiten und Wege, ihre Freiheit zu behaupten.
Tickets sind erhältlich bei der Jena Tourist-Information, online unter www.jenaer-philharmonie.de sowie an der Abendkasse.
Studierende der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena erhalten seit dieser Spielzeit mit dem Kulturticket freien Eintritt in die Konzerte der Jenaer Philharmonie.
Programm
Dmitri Schostakowitsch:
„Moskau, Tscherjomuschki“ op. 105, Suite für Orchester (Ausschnitte)
Suite für Varieté-Orchester (Ausschnitte)
„Die Stechfliege“ op. 97 (Ausschnitte)

Foto: Autor