Schillernde Klangwelten und starke Rhythmen künden im 5. Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker vom Aufbruch der Moderne. Am 28. und 29. Februar, jeweils um 19.30 Uhr im Meininger Hof Saalfeld stehen Werke von John Adams, Andrew Ball und Igor Strawinsky auf dem Programm.

5. Siko Bumtae KimWolfgang Köhler web


Die umfangreiche Palette der Klangfarben in den Kompositionen von Adams – neben Steve Reich und Philip Glass ist er einer der Mitbegründer der Minimal-Music – machte seine Musik nicht nur für den Konzertsaal, sondern auch für Filmregisseure interessant. Die Kamera durchstreift dabei nicht selten weite Landschaftsaufnahmen. Genau dieses traumhafte Durchschreiten von Harmonie- und Rhythmuslandschaften zeichnet sein Werk „Common Tones in Simple Time for Orchestra“ aus.
Zwischen unterschiedlichen Welten bewegt sich als Schlagzeuger, Komponist und Pädagoge auch Andrew Beall: jener des Konzertsaals, des Broadways und der Rock- und Marschmusik. In Bealls Konzert für Soloschlagzeuger und Orchester kann der Solist mit virtuosen Figuren auf den verschiedensten Schlaginstrumenten glänzen. Völlig neuartig und verblüffend waren auch die Rhythmen des Balletts „Der Feuervogel“ für das Pariser Publikum im Jahr 1910. Die Komposition Strawinskys entstand als Auftragswerk für Sergej Djagilew und seine Tanzkompanie Ballets Russes. 1945 erstellte Strawinsky eine Orchesterfassung des Balletts. Nicht nur feurige Rhythmik, sondern auch lyrische Bläserpassagen von außergewöhnlicher Klangschönheit bietet die Vertonung des Märchens um den Zaubervogel und den Prinzen Iwan.
Der Koreaner Bumtae Kim hat sich auf die ernste Musik aus den USA spezialisiert. Er ist seit dem Frühjahr 2016 Erster Schlagzeuger der Thüringer Symphoniker und erstmals als Solist in einem ihrer Sinfoniekonzerte zu erleben. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Chefdirigent Oliver Weder.
Karten für das 5. Sinfoniekonzert sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, u. a. in der Theaterkasse Rudolstadt, sowie telefonisch unter 03672/422766 und über die Website des Theaters erhältlich.

Foto©Wolfgang Köhler