Zwei große A-Dur-Sonaten für Violine und Klavier eröffnen die Reihe der Altenburger Kammerkonzerte in der Spielzeit 2018/19 von Theater&Philharmonie Thüringen am Sonntag, den 23. September im Logenhaus um 11 Uhr.

Wolfgang Amadeus Mozarts A-Dur-Sonate für Violine und Klavier KV 526 gilt einerseits als virtuoser Höhepunkt seiner Violinsonaten, gleichzeitig ist sie aber auch eine seiner tiefgründigsten, um nicht zu sagen romantischsten. Mozart komponierte sie im August 1787, nachdem im Frühjahr desselben Jahres sowohl sein Musikerfreund Graf August Hatzfeld als auch sein Vater verstorben waren. Ob Mozart diese Sonate ganz bewusst im Angedenken an diese beiden ihm teuren Menschen komponierte, lässt sich zwar nicht tatsächlich beweisen, jedoch meint man im langsamen Mittelsatz Gedankengänge zur Vergänglichkeit des Lebens heraushören zu können ‒ gefolgt vom unbändig belebten Schlusssatz, der die Sonate versöhnlich-lebensbejaend abzuschließen scheint.
Fast 100 Jahre später, 1886 und im Erbe der hochromantischen Musikepoche stehend, entstand César Francks Sonate für Violine und Klavier FWV 8, ebenfalls in A-Dur. Auch César Franck war mit der Gewissheit der Vergänglichkeit des Lebens vertraut ‒ durch frühe familiäre Verluste sowie durch die eigene häufige Kränklichkeit. So verband Franck in dieser berühmten Sonate tiefe Emotionalität mit kompositorischer Raffinesse, welche sich in der sich durch alle vier Sätze schlängelnden, aber stets variierenden und eindrücklich im Ohr bleibenden „Idée fixe“ zeigt.
Lebendig machen diese beiden Meisterwerke der Kammermusik für das Publikum Anne-Sophie Kühne (Violine) und Andrei Banciu (Klavier).

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 03447 585177.

In Gera ist dieses Programm im Foyerkonzert am 30. September 11 Uhr zu erleben.