Altenburg. Der Schloss- und Kulturbetrieb lädt zum „Hüttenzauber“ ein

Vor einer Woche ist im Residenzschloss Altenburg die Ausstellung „100 Jahre Altenburger Kunst-Hütte“ mit großer Resonanz eröffnet worden. Darin werden die kuriosen Feiern und Rituale einer Künstler-Vereinigung vorgestellt, die zwischen 1918 und 1938 in Altenburg wirkte. Nun folgt der zweite Akt: Der Schloss- und Kulturbetrieb lädt auf dem Schlosshof zum „Hüttenzauber“ ein. Diese Feier wird das Treiben der Kunst-Hütte zum Thema haben.
Dass dies zur Weihnachtszeit geschieht, liegt in der Natur der Sache. Denn der Legende nach wurde die Kunst-Hütte zur Weihnachtszeit durch den Hütte-Geist gegründet. Dieser Zwerg mit langem Bart ähnelt dem Nikolaus und wurde von den Kunst-Hütte-Mitgliedern vielfach gemalt und als Figur modelliert. Der Hütte-Geist, so heißt es, habe die Künstler-Vereinigung am Nikolaus-Tag aus der Taufe gehoben.
Das klingt nicht nur kurios, sondern ist es auch. Und wo so viel Phantasie im Spiel ist, wird das Spiel nun zum Gegenstand der Phantasie im „Hüttenzauber“. Dazu wird der kleine Schlosshof am 8. Dezember mit Motiven der Kunsthütte geschmückt sein. Auf dem Programm steht am Nachmittag ab 16 Uhr ein thematisch bezogenes Bastelangebot für Kinder. Der Hütte-Geist selbst wird natürlich auch zugegen sein. Um 19 Uhr wird das Gründungsmanifest der Kunsthütte auf der Bühne verlesen werden, gefolgt von der Aufführung einiger Szenen aus dem Leben der Kunst-Hütte. Höhepunkt des Hüttengaudis ist dann um 20 Uhr der Auftritt von „Kevin – Das Andreas Gabalier-Double Nr. 1“. Begleitet wird all dies von Glühweinausschank, einem kulinarischen Angebot und der Möglichkeit, an Verkaufsständen weihnachtliche Waren zu erwerben.
In seinem Gründungsbrief im Jahr 1918 gab der Hütten-Gründer Otto Pech die Devise aus: „Ernst im Scherz und Scherz im Ernst“. Der Hüttenzauber auf dem Residenzschloss lässt die Kunst-Hütte und ihre kuriosen Feste nun neu aufleben. Auch die Ausstellung zur Geschichte der Kunst-Hütte ist an diesem Tag bis um 22 Uhr geöffnet.