Freitag, 15. Juni 2018 | 20 Uhr | Stadtkirche St. Michael

C07 Tomasoni1aDomenico Raffa

Im siebten Freitagskonzert der Jenaer Philharmonie, das am 15. Juni 2018 um 20 Uhr in der Stadtkirche St. Michael stattfindet, stehen Kompositionen auf dem Programm, die auf musikalische Elemente vergangener Epochen Bezug nehmen. Von Sergej Prokofjew hören wir die 1. Sinfonie, seine sogenannte „Symphonie classique“, von Ottorino Respighi das vertonte Gedicht „Il Tramonto“, von Igor Strawinsky das Concerto in Es „Dumbarton Oaks“ und von György Ligeti sein „Concert Românesc“. Als Solistin ist die italienische Mezzosopranistin Romina Tomasoni unter der Leitung von GMD des. Simon Gaudenz zu erleben.

Sowohl Sergej Prokofjew als auch Igor Strawinsky bekennen sich bereits mit ihren Werktiteln der „Symphonie classique“ und des „Concerto in Es“ zum Neoklassizismus des 20. Jahrhunderts: jener Stilistik, die musikalische Elemente aus vergangenen Epochen mit modernen Kompositionstechniken vereint. Das Ergebnis sind klare Texturen, eine feingliedrige Orchestrierung und ein gewisse Prise Humor in der Musik.

„Il Tramonto“ (Der Sonnenuntergang) von Ottorino Respighi entstand nach dem gleichnamigen Gedicht seines Lieblingsautors Percy Shelley. Das Gedicht handelt von einer weiblichen Hauptfigur, die ihren Geliebten verliert, aber zwischen ihrer Trauer und Träumen Frieden in dieser Liebe findet. Die Emotionen der Liebenden werden in Respighis Melodien eindrucksvoll und mitreißend widergespiegelt.

Im seinem „Concert Românesc“ vereinte György Ligeti folkloristische Elemente raffiniert mit modernen Kompositionstechniken und schuf damit ein Werk mit wachsender Beliebtheit. Lyrische Melodien wechseln sich mit lebhaften Tanzrhythmen ab und lassen beim Zuhörer Bilder von Dorffiedlern und heiteren Tänzen bei Festen aufleuchten. Das "Dumbarton-Oaks-Konzert" Igor Stravinskys ist ein Auftragswerk eines amerikanischen Kunstmäzens im Stile der "Brandenburgischen Konzerte".

Die aus Brescia stammende Romina Tomasoni studierte zunächst Perkussion und anschließend Gesang am Marenzio Konservatorium. Sie sang bereits in zahlreichen Opernproduktionen und studiert zur Zeit bei Maestro Luciano Roberti.

Der zukünftige Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie Simon Gaudenz machte sich in den letzten Jahren besonders als Interpret des klassischen Repertoires einen Namen. Er gewann unter anderem den europaweit höchstdotierten Deutschen Dirigentenpreis und arbeitete mit renommierten Orchestern und Künstlern wie Gidon Kremer, Renaud Capuçon und Lise de la Salle zusammen.

Karten für das Konzert bei der Jenaer Touristinformation oder über www.jenaer-philharmonie.de sowie eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.

Das Programm im Detail

Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie classique“

Ottorino Respighi : „Il Tramonto“ (Der Sonnenuntergang)

Igor Strawinsky : Concerto in Es „Dumbarton Oaks“

György Ligeti : Concert Românesc

Foto: Autor