In Gera sind in den kommenden Wochen verschiedene interkulturelle Begegnungen geplant. Am Freitag (20. September) wird um 18 Uhr die Foto-Ausstellung „Trümmer-Vertreibung-Leben – Eine Region in den Wirren der Geopolitik“ im Evangelischen Gemeindezentrum Gera Lusan (Weidenstraße 8) eröffnet.

Prof. Martin Tamcke aus Göttingen hält dazu einen Vortrag zum Thema „Christen im arabischen Halbmond“. Am kommenden Donnerstag (26. September) läuft das Projekt „Kochen für die Stadt“. Daraus entsteht ein internationales Kochbuch für Gera.

„Die Ausstellung zeigt die gelebte und bedrohte Vielfalt des Nahen Ostens in Bildern“, sagt Christian Kurzke, Pfarrer der Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf und Organisator von Hilfsprojekten im Irak, in Syrien und im Libanon. „Eine ganze Region ist dort im Umbruch: Es geht um die Koexistenz von Flucht und Vertreibung sowie Wiederaufbau“, so Kurzke, der die Veranstaltungen organisiert. Nach der Eröffnung wird zur Begegnung und zum Austausch eingeladen. Ausstellungsbegleitend gibt es ein schulpädagogisches Programm. Die Ausstellung wird gefördert von der Aktion „Demokratie leben“, dem Kulturamt der Stadt Gera und dem Evangelischen Kirchenkreis Gera.

Am 26. September von 12 bis 14 Uhr bereiten Frauen aus Syrien und dem Irak in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Gagarinstraße 26) ein landestypisches Mittagessen vor. Sie werden dabei unterstützt von Frauen der Freikirchlichen Gemeinde und kommen miteinander in der Küche ins Gespräch. Bereits im Juni wurde zu einer Festveranstaltung der Diakonie in Gera ein somalisches Buffet erfolgreich durchgeführt. Am 17. November (12 Uhr) ist ein eritreisches Buffet zum Patronatsfest der römisch-katholischen Kirche geplant. Im Anschluss daran wird von allen drei Veranstaltungen ein internationales Kochbuch für Gera publiziert.

Eine weitere Veranstaltung findet am 1. November statt. Zunächst wird in der Katholischen Kirche St. Elisabeth (Kleiststraße 7) um 18 Uhr die Heilige Messe gefeiert, anschließend ist ein Vortrag von Monsignore Jihad Nassif, maronitischer Priester aus Syrien, zum Thema „Ist mein Freund zum Feind geworden?“ geplant. Dabei geht es um das christlich-muslimische Miteinander in Syrien. Auch nach diesem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion und Begegnung.