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Nischenkunst– Grafik in der DDR

Mit der offiziellen Staatskunst der DDR („Sozialistischer Realismus“, „Bitterfelder Weg“ etc.)
geriet nach der politischen Wende das Werk von mindestens zwei Künstlergenerationen, die abseits des verordneten Denk-, Moral- und Formenkanons standen, in den Hintergrund.

Am 22. April 2017 eröffnet im Haus Schulenburg Gera die Ausstellung „GRAFIK in der DDR – MEDIUM der FREIHEIT“, die bedeutende Arbeiten dieser Künstlergenerationen in den Mittelpunkt rückt. Beginn der Ausstellungseröffnung ist 15 Uhr.

Besonders in der Grafik erhielten sich Künstler in der DDR beachtliche Freiräume, künstlerische Vielfalt und Experimentierfreude. Für das nicht sehr zahlungskräftige kunstinteressierte DDR-Publikum bot sich Grafik als erschwingliches Sammelobjekt, verbindendes Element nonkonformer Gesinnung und Quelle von intellektueller Lebensqualität an.

So erschienen zahlreiche handwerklich und drucktechnisch hervorragende Mappenwerke und Einzeldrucke in vergleichsweise geringen Auflagen. Die Grafiken erleben heute eine Renaissance in Bezug auf künstlerische Wertschätzung und Preis. Sie demonstrieren, „was Kunst in der Diktatur leistete“.

Die großen repräsentativen DDR-Grafiksammlungen von Georg Brühl, Chemnitz und Lother Lang, dem Herausgeber der Kabinettpresse Berlin, gelangten schon vor einigen Jahren in die Sammlung der Eremitage in St. Petersburg und in das Getty-Museum in Los Angeles.

Die Ausstellung im Haus Schulenburg zeigt unter anderem Werke von Dieter Tucholke, Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer, Peter Sylvester, Wilhelm und Max Lachnit, Jürgen Schieferdecker, Klaus Dennhardt und Heinrich Apel.

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