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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender Juni2011 17.06.-19.06.-Theatertipps zum Wochenende
17.06.-19.06.-Theatertipps zum Wochenende

Eröffnung PRINZENRAUBFESTSPIELE und 19. Thüringer Schülertheatertage in Altenburg
Gera
„DIX 2011- Tanzimpressionen“ nennt Peter Werner-Ranke seinen neuen Abend, der am Freitag, 17. Juni, um 19.30 Uhr wieder auf dem Spielplan im Großen Haus der Bühnen der Otto-Dix-Stadt Gera steht. Der Choreograph entwirft gemeinsam mit dem ThüringenBallett und dem Bühnen- und Kostümbildner Tom Schenk Bilder einer Gegenwart im Lichte des Dix´schen Œuvres. Ausgehend von Dix’ Bildern nähert sich Peter Werner-Ranke dem reflektorischen Augenverschließen und bricht die Schonhaltung der Seele auf, wo er sie findet. So öffnet er den Betrachter auch wieder für Dix’ Bilder, deren Anblick uns vielleicht schon zu vertraut war. Mit Karin Schneider und Rainer Uhlig wirken auch zwei verdiente Tänzer mit, die einen Kontrapunkt zum jungen Geraer Ensemble setzen. Der Schauspieler Wolfgang Jahn setzt als Otto Dix einen besonderen Akzent. Die Musik spannt mit Stücken von Hanns Esiler, Zarah Leander über György Ligeti bis hin zu Falco einen Bogen vom Hier und Jetzt bis hin in die Zeit der Weimarer Republik, ganz im Sinne von Dix Gesamtwerk.

Die TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen verschiebt die für den 17. Juni geplante Premiere „Links abbiegen – Eine theatrale Stadtführung“ wegen Erkrankung auf den 28. Juni um 19.00 Uhr. Dafür ist nun am Freitag um 19.30 Uhr antikes Treiben in der TheaterFABRIK angesagt. Die Inszenierung „One Way Island“ nach Goethes „Iphigenie auf Tauris“ des 21-jährigen Ronny Ristok hat in der Reihe „Jetzt! Junge machen ihr Theater“ steht in der Tonhalle Gera auf dem Spielplan. Zusammen mit den theaterbegeisterten Spielern Saskia Rudat, Christian Poser, Matthias Pick, Mario Binkowski und der Regieassistentin Angela Zittel kann man abtauchen in die Abgründe von Euripides und Goethes Klassiker und auftauchen an der Bucht von ONE WAY ISLAND.

Es gibt für viele keine schönere Vorstellung, als einmal auf einer Insel zu sein, fernab des Erstmalig ist dieser antike Stoff auf der Bühne der TheaterFABRIK Gera zu sehen. Man findet sich in einer der ältesten Tragödien (ca. 2430 Jahre alt) wieder und kommt mit Iphigenie zur zeitnahen Erkenntnis, dass man in keinem Verließ stecken muss, um eine Gefangene zu sein.

Mozarts ZAUBERFLÖTE ist der Inbegriff einer Oper schlechthin, kein zweites musikdramatisches Werk erfreut sich heutzutage ähnlicher Beliebtheit, ihre gelungene Mischung aus Dramatik und Witz sind unübertroffen. Die Arien, zu denen unter anderem »Der Vogelfänger bin ich ja«, »Dies Bildnis ist bezaubernd schön« und »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen« zählen, sind vielen vertraut. Regisseur Ansgar Weigner ist eine Inszenierung für Groß und Klein gelungen. Die Ausstattung von Duncan Hayler spart nicht mit Effekten, so dass der Held im Traum und mit ihm das Publikum in eine fantastische Märchenwelt eintaucht.
Für die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit am Sonntag um 14.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt sind noch einige Karten erhältlich.

Auf Gastspielreise
Das Puppentheater von Theater&Philharmonie Thüringen gastiert an diesem Wochenende in der Schaubude Berlin. Die beiden Geraer Inszenierungen „Siegfried, der Drachentöter“ und „Die Legende vom Wilhelm Tell“ in der Regie von Astrid Griesbach werden dort am 17., 18. und 19. Juni gezeigt. Astrid Griesbachs originäre Regiehandschrift ist bekannt für gründliches Abklopfen klassischer Stoffe auf deren Gültigkeit im Hier und Jetzt – immer etwas schräg, provokant, doppelbödig.

Theater&Philharmonie Thüringen fährt mit Anne Habermehls Stück NARBENGELÄNDE in der Inszenierung der Autorin – die Uraufführung war am 8. Oktober 2010 in der Bühne am Park Gera – zu den Autorentheatertagen, die vom 15. bis 25. Juni in Berlin stattfinden.
Zu den 42 Aufführungen, die dort in 12 Tagen gezeigt werden, gehören am 19. Juni um 16.00 und 20.30 Uhr zwei Vorstellungen NARBENGELÄNDE in der BOX des Deutschen Theaters.

Damit ist der Initiative von Theater&Philharmonie Thüringen, junge Theaterautoren zu fördern, ein schöner Erfolg beschert. Denn Anne Habermehl schrieb dieses Stück speziell für dieses Theater und führte auch erstmals Regie. Die Freude ist groß, dass das Wagnis aufgegangen ist und die Inszenierung nicht nur von Publikum und Presse bejubelt wurde, sondern nun sogar durch Teilnahme an den Autorentheatertagen eine Ehrung erfährt.
NARBENGELÄNDE ist ein aktuelles Stück über die Geschichte in uns. Ort der Handlung ist u.a. Gera. Es ist eine Geschichte über die Vergangenheit, die wie alte Narben kratzt und unser Handeln und Denken immer neu beeinflusst. Bühne und Kostüme entwarf Christoph Rufer. Es spielen Alice von Lindenau (Marie), Ursula Staack (Ingrid), Matthias Ransberger (Marc) und Peter Prautsch (Papa).

Altenburg
Das 8. Philharmonische Konzert am 17. Juni im Landestheater Altenburg ist ein Filmmusikkonzert, in dem es auch etwas zu sehen gibt. Beginn ist um 19.30 Uhr, 18.45 wie gewohnt die Einführung - diesmal mit dem Dirigenten und Musikdramaturg Felix Eckerle.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung von Frank Strobel, einem der weltweit renommiertesten Dirigenten im Bereich Filmmusik.

Musik hat von Anfang an die Wirkung bewegter Bilder verstärkt bzw. ist mit diesen eine unzertrennliche Symbiose eingegangen. Wenn im ersten Teil des Konzertes die Filmmusik von Nino Rota erklingen wird, entstehen dazu in der Phantasie der Konzertbesucher sicher auch die Bilder der Filme von Federico Fellini »Prova d´orchestra«, »La dolce vita«, »Otto e mezzo« und »La Strada«.
Im zweiten Teil des Konzertes wird zur Originalmusik von Pietro Mascagni – dem Komponisten der bekannten Oper »Cavalleria rusticana« - der Film »Rapsodia Satanica« in der restaurierten Fassung mit seiner ursprünglichen, viragierten Farbigkeit gezeigt. Das Werk ist ein Klassiker des italienischen Stummfilmkinos aus dem Jahr 1917: Die betagte Aristokratin Alba d´Oltrevita geht mit Mephisto einen Pakt ein, bei dem sie ihre Jugend zurückerhält, wenn sie auf die Liebe verzichtet. Auf einem Fest wird sie von zwei Brüdern umworben. Den einen, Sergio, weist Alba zurück und wendet sich kalt dem anderen, Tristanos zu. Als Sergio sich erschießt, flackern Albas Gefühle wieder auf …

Der Samstag steht ganz im Zeichen der Eröffnung der Prinzenraubfestspiele Altenburg. Am Donnerstag, 23. Juni, 21 Uhr ist Premiere für „Waren zwei Brüder einst in Sachsen“ auf dem Schloss. Doch schon am 18. Juni zieht der Kraschwitzer Ritterzug wieder mit Kurfürstenpaar und Gefolge durch das Kohrener und Altenburger Land auf den Altenburger Markt. Am Landestheater vereinigen sich die Kraschwitzer mit dem großen Zug aller Mitwirkenden, der vom Schloss kommt. Voll kostümiert marschieren die Profi- und Laiendarsteller sowie alle Helfer durch die Stadt, um die Bürger samt Oberbürgermeister zu grüßen. Die Eröffnungszeremonie gegen 18 Uhr wird vom Schwur der Mitspieler, der Übergabe des Fehdebriefes und hundert aufsteigenden Friedenstauben begleitet. Der Förderverein Altenburger Prinzenraub startet erstmals eine Ballonaktion. Ab 16 Uhr kann man Ballons fliegen lassen. An ihnen sind Postkarten befestigt. Absender und Empfänger können Preise gewinnen und tragen den Namen der Festspiele in das Land hinaus. Anschließend sind die Altenburger und ihre Gäste eingeladen, mit den Prinzenräubern zurück aufs Schloss zu ziehen. 18 Uhr beginnt die Museumsnacht. Eine Ausstellung Theaterfotografie von Stephan Walzl wird um 22 Uhr im Lindenau-Museum eröffnet.

Die für Samstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr, im Landestheater geplante Aufführung „Puzzle Babylon“ entfällt.

Vom 19. bis 22. Juni finden in Altenburg die 19. Thüringer Schultheatertage unter dem Motto „Zeig’s doch!“ statt. Veranstaltet werden sie von der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater in Thüringen e.V. in Kooperation mit der TheaterFABRIK von Theater& PhilharmonieThüringen. Die Veranstaltung steht, wie auch in den Vorjahren, unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur Christoph Matschie.

Zehn Thüringer Schultheatergruppen wurden auf Grund ihrer eingereichten Bewerberinszenierungen von einer Jury aus TheaterpädagogInnen, SpielleiterInnen und SchülerInnen ausgewählt und nach Altenburg eingeladen. Die Gruppen zeigen nun bis Mittwoch ihre Inszenierungen und diskutieren gemeinsam das Gesehene. Jede Gruppe erhält zudem einen Beratungsworkshop.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 19. Juni, um 14.00 Uhr im Landestheater Altenburg werden die Schultheaterförderpreise in Höhe von je 1.500 Euro pro Teilnehmergruppe der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen verliehen. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung – bei freier Platzwahl – ist frei!
Die Veranstaltung wird durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert.

 

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