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Von CHARLEYS TANTE bis WOODSTOCK 10 Vorstellungen auf dem Spielplan Altenburg Eine der schönsten und bis heute beliebtesten Operetten überhaupt, „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, steht am Freitag, 10. Juni, um 19.30 Uhr auf dem Spielplan im Landestheater. Die Operettenfreunde können bei den wunderschönen Melodien vergnüglich repetieren, was es mit der Rache der „Fledermaus“ auf sich hat. Der Rentier Gabriel von Eisenstein (Peter Paul Haller) muss eine Arreststrafe wegen Beleidigung einer Amtsperson antreten. Doch statt sich im Gefängnis einzufinden, begibt er sich, dem Rat seines Freundes Dr. Falke (Matthias Winter) folgend, auf den Ball des Prinzen Orlofsky (Marie-Luise Dreßen). Falke hat zur Unterhaltung auf diesem Ball einiges eingefädelt, um sich für einen früheren Streich Eisensteins zu revanchieren. Dazu reiht sich ein Ohrwurm an den anderen, von Adeles „Mein Herr Marquis“ über Alfreds Trinklied „Trinke, Liebchen, trinke schnell“ bis zum Abgesang aller „Glücklich ist, wer vergisst“.
Die sommerlichen „Bauernhof-Konzerte“ von Theater&Philharmonie Thüringen sind ein absoluter Renner und so wird die Reihe auch in der achten Saison fortgesetzt. Groß und Klein, Kind und Kegel sind eingeladen, mitzukommen. Diesmal führt die Reise zu Pfingsten, am Samstag, 11. Juni, auf den Hof von Hubertus Triebe in 06712 Würchwitz, Mittelweg 18. Am Pfingstmontag, 13. Juni, geht es auf den Alten Pfarrhof in 04626 Nöbdenitz, Dorfstr. 29. Die Konzerte beginnen jeweils 15.00 Uhr. Mit beliebten und bekannten Melodien aus Oper, Operette und Musical wird im Programm für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei sein. Die Gesangssolisten aus dem Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen sind in jedem Konzert andere, so dass auch das Programm variiert. Thomas Wicklein, Kapellmeister und Moderator, verspricht auf jeden Fall Ausschnitte aus dem aktuellen Theaterspielplan und Kostproben aus der neuen Spielzeit so u.a. aus Paul Linckes „Frau Luna“ und Otto Nicolais „Lustigen Weibern von Windsor“. Karten sind an den Theaterkassen in Altenburg und Gera erhältlich oder unmittelbar vorm Konzert an Ort und Stelle. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Altenburger Bauernhöfe e. V. statt.
WOODSTOCK – das Schauspiel mit Musik von Frank Leo Schröder und Edda Leesch ist am Pfingstsonntag, 12. Juni, um 14.30 Uhr zum letzten Mal im Landestheater zu sehen. Ob es in der nächsten Spielzeit eine weitere Vorstellung in Altenburg geben wird, steht noch nicht fest – die Verhandlungen dazu laufen noch. Ein Ensemble aus zwölf jungen Sängerinnen und Sängern und eine Liveband, die sicher auch den 500.000 Original-Freaks ordentlich eingeheizt hätten, interpretiert mit vollem Stimm- und Körpereinsatz die legendären Songs von Joan Baez, Santana, Janis Joplin, The Who, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, Joe Cocker und vielen anderen Künstlern, die die „Three Days of Peace and Music“ zum berühmtesten Musikereignis der Geschichte gemacht haben. Dabei erzählen sie auch von den Träumen und Ängsten, Hoffnungen und Zweifeln junger Erwachsener, die ihren eigenen Standpunkt suchen angesichts verstörender weltpolitischer Ereignisse und in Abgrenzung zur Generation ihrer Eltern. Es geht um Melanie Miller (Claudia Müller), die geschäftlich unterwegs auf dem Flughafen vom Tod ihrer Althippiemutter Linda erfährt und für einen Moment inne hält. Und Theater macht es möglich: Engel verschaffen ihr die einmalige Chance, im Himmel ihren Vater Joe zu treffen, den sie nie kennen gelernt hat, und mit ihm nach Woodstock zu reisen, dorthin, wo sie gezeugt wurde ….
Der Komödienklassiker „Charleys Tante“ ist am Pfingstmontag um 14.30 Uhr im Heizhaus zu erleben. Diese 1892 von Brandon Thomas verfasste Farce ist unverwüstlich. Sie hat sich bis heute auf dem Theater und im Film behauptet, obwohl sie inzwischen auf eine Generation trifft, für die das Wort Anstandsdame ein Fremdwort sein dürfte, die aber durchaus eine millionenschwere Tante aus Brasilien zu schätzen wüsste. Jack (Manuel Kressin) und Charley (Jochen Paletschek) sind zwei ganz normale Studenten, jung, chronisch pleite und unsterblich verliebt. Das Leben wäre also perfekt, wenn sie jetzt noch ihre Angebeteten dazu bringen könnten, ihre Gefühle zu erwidern. Wie soll man sie also stilvoll einladen, ohne gleich zu plump mit der Tür ins Haus zu fallen? Da kommt das Telegramm aus Brasilien gerade recht. Eine reiche aber unbekannte Erbtante aus Rio kündigt ihren Besuch an. Der ideale Anlass, die Mädchen mit einer Einladung auf sich und die bald gefüllte WG-Kasse aufmerksam zu machen. Als sich die Ankunft des exotischen Gastes allerdings verzögert, muss schnell Ersatz gefunden werden. Was liegt näher, als den besten Freund (Rüdiger Rudolph) in Frauenkleidern zur frisch importierten Tante zu machen?
Gera Zum letzten Mal ist Birgit Scherzers Tanzstück „Warum Frauen klüger sind und Männer es nicht wahrhaben wollen“ am Samstag, 11. Juni, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt zu sehen – und das zum THEATERTAG, wo jede Karte für 12,00 Euro zu haben ist. Das ThüringenBallett wagte sich damit an Shakespeares wohl wortgewaltigste Komödie „Viel Lärm um nichts“. Und wenn es um Männer und Frauen geht, geht es natürlich auch um die Liebe! Birgit Scherzer, international erfolgreiche Choreografin und Regisseurin mit erzgebirgischen Wurzeln, zeigt, wie körperlich Sprache und Intention Shakespeares sind, wie Männer und Frauen einander begegneten und begegnen und wie aktuell der Stoff nach nahezu 400 Jahren noch ist. Karten sind noch erhältlich! Bereits 18.45 Uhr gibt Dramaturg Thomas Emmert eine Einführung im Konzertsaal.
Antikes Treiben ist in der TheaterFABRIK zu Pfingsten angesagt. Die Inszenierung „One Way Island“ nach Goethes „Iphigenie auf Tauris“ des 21-jährigen Ronny Ristok hat in der Reihe „Jetzt! Junge machen ihr Theater“ am Pfingstsamstag, 11. Juni, 19.30 Uhr in der Tonhalle Gera Premiere. Die zweite Vorstellung ist am Sonntag ebenfalls 19.30 Uhr. Zusammen mit den theaterbegeisterten Spielern Saskia Rudat, Christian Poser, Matthias Pick, Mario Binkowski und der Regieassistentin Angela Zittel kann man abtauchen in die Abgründe von Euripides und Goethes Klassiker und auftauchen an der Bucht von ONE WAY ISLAND. Es gibt für viele keine schönere Vorstellung, als einmal auf einer Insel zu sein, fernab des Erstmalig ist dieser antike Stoff auf der Bühne der TheaterFABRIK Gera zu sehen. Man findet sich in einer der ältesten Tragödien (ca. 2430 Jahre alt) wieder und kommt mit Iphigenie zur zeitnahen Erkenntnis, dass man in keinem Verließ stecken muss, um eine Gefangene zu sein.
Wegen Erkrankung kann im Puppentheater am Pfingstsonntag um 10.00 Uhr nicht das russische Märchen „Die feuerrote Blume“ gezeigt werden. Dafür springt „Dornröschen“ ein. Einem aufklappbaren Bilderbuch entspringt das Wunschkind Dornröschen, erhält die besten Wünsche der Feen zum Geburtstag, doch leider hat man die 13. Fee vergessen. Die rächt sich mit einem Fluch, der nur durch die 12. Fee mit einem 100-jährigen Schlaf gemildert werden kann. Aber zum Glück wissen wir ja: Erwecken wird das liebliche Königskind Dornröschen ein Prinz… Es spielt Marcella von Jan. Die Fassung haben die Puppenspielerin und Regisseurin Astrid Griesbach gemeinsam entwickelt. Für die Ausstattung konnte Franz Zauleck gewonnen werden. Franz Zauleck, 1950 in Berlin geboren, ist Bühnenbildner, Grafiker und ein bekannter Bilderbuchillustrator und -autor.
Um die Liebe geht es am Pfingstsonntag, 12. Juni, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park, wo man „Müttern und Männern“ begegnen kann. Es ist die letzte Vorstellung dieser Inszenierung. Schauspieldirektorin Amina Gusner und Chefdramaturgin Anne-Sylvie König bringen in dieser Beziehungskomödie den Menschen von nebenan auf die Bühne. Wie in ein Haus mit vielen erleuchteten Fenstern sieht der Zuschauer in das Leben von Menschen in einer Großstadt. „Es ist nicht schön allein zu sein!“ – das wissen alle. Mit Humor und zugleich liebevoll wird auf Wünsche, Ängste und Muster-Programme von vier vitalen Einzelkämpfern heute geschaut. Erzählt wird in einer musikalischen Collage von denen, die ausbrechen möchten aus dem Laufrad der Leistungsorientierung. Es spielen Anne Keßler, Judith Mauthe, Heiko Senst und Frank Voigtmann. |