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Geraer Premiere DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI
Fern der Heimat sitzt Ariadne auf der einsamen Insel Naxos und klagt über ihr Schicksal. Der Geliebte Theseus hat sie sitzen lassen – und das, nachdem sie ihm mit einem roten Faden den Weg aus dem Labyrinth ermöglicht hat. Nun wartet sie nur noch auf den Tod. Doch stattdessen kommt der lebensfrohe Bacchus des Weges, meint einer Zauberin gegenüber zu stehen und erweckt auch in Ariadne neue Lust auf das Leben und die Liebe. Ein idealer Opernstoff – findet ein junger Komponist.
Was er allerdings nicht ahnte: die Aufführung seiner Oper soll mit Band in einer Show erfolgen … Theater auf dem Theater hat immer seinen besonderen Reiz. “Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss in der Inszenierung von Matthias Oldag steht am Freitag, 27. Mai, um 19.30 Uhr, zum letzten Mal auf dem Spielplan im Großen Haus Gera. Die musikalische Leitung hat Jens Troester. Dazu unterbreitet Theater&Philharmonie Thüringen die Offerte THEATERTAG, das bedeutet, jede Karte ist für 12 Euro zu haben. Vor zwei Wochen bildete diese Opernaufführung aus Gera im Theater Winterthur (Schweiz) das glanzvolle Finale der dortigen Theatersaison.
Theater&Philharmonie Thüringen entdeckte das bekannte Kinderbuch „Pettersson und Findus“ von Sven Nordqvist für die Puppenbühne. Regisseur Volkmar Funke entwickelte eine Textfassung. Herausgekommen ist eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft für Kinder ab 4 Jahre, die auch Erwachsenen viel Spaß macht. Am Samstag 16 Uhr und am Sonntag 10 Uhr steht sie wieder einmal auf dem Spielplan imHaus am Gustav-Hennig-Platz. Der nur mit seinen Hühnern lebende alte Pettersson ist schon ein bisschen schrullig. Wie er zu einem Kater kommt, der Abwechslung in sein Leben bringt, führt die Geschichte vergnüglich vor. Petterssons praktisches Haus und die gesamte umfangreiche Ausstattung schuf Jan Hofmann. Den Pettersson spielt Jochen Haferburg. Kater Findus wird von Marcella von Jan geführt, alle übrigen Figuren und vieles mehr von Lys Schubert.
“Rund um den Zuckerhut” - unter diesem Motto tritt Theater&Philharmonie Thüringen mit seinem Publikum am Samstag, 28. Mai, um 17.00 Uhr ab Konzertsaal eine musikalische Reise durch Lateinamerika an, von Mexiko nach Feuerland und vom Pazifik über die Anden und durch den tropischen Regenwald zur Copacabana. Günter Markwarth führt durch das Programm und gibt den zuverlässigen Reisebegleiter zu Land, zu Wasser und in der Luft. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung seines 1. Kapellmeisters Jens Troester spielt schwungvolle Titel wie »Tango Jalousie«, »Yo soy María«, »Le bœuf sur le toit«, »Oblivion«, »Tico tico« oder »La Cumparsita«. Die Sopranistin Katrin Strocka interpretiert einige der schönsten und eingängigsten Melodien, so. das bekannte »Don´t cry for me, Argentina« aus dem Musical „Evita“.
Auf die Geraer Premiere des Stückes DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI nach dem gleichnamigen Film darf man sich am Samstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr freuen. In Szene gesetzt hat es Christine Hofer. Der mehrfach ausgezeichnete Film von Hans Weingartner zeigt die verzweifelte Suche einer Jugend nach Möglichkeiten zwischen heutiger Systemkritik und überholten Denkmustern. Peter und Jan haben ihren eigenen Weg gefunden, auf soziale Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Sie haben den Bonzen den Krieg erklärt und brechen nachts in deren Villen ein. Aber nicht um zu stehlen, sondern um Chaos und Unsicherheit in die verschanzten Paläste zu bringen. Ihre Arbeit kommentieren sie mit Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“. Wie weit darf Widerstand gegen ein System gehen, wenn man keine Alternative weiß? Wie finden wir gesellschaftliche Visionen, wenn die Zeit der großen Utopien vorbei ist? Es spielen Vanessa Rose, Henning Bäcker, Manuel Kressin und Ulrich Milde.
SP@M - Eine theatrale Recherche entstand in der TheaterFABRIK-Reihe „JETZT! Junge machen ihr Theater“. Die nächste Vorstellung ist am Samstag 19.30 Uhr in der Tonhalle. Der Boom in der Informationstechnik revolutionierte Denken und Handeln. Im Leben ist es immer wichtiger, die richtigen Informationen so schnell wie möglich zu erhalten. An Computern und Smartphons jagen und sammeln wir sie. Doch für jede Information, die wir so ergattern, geben wir auch Details über uns preis. Was passiert mit diesen Daten? Werden wir dadurch berechenbar? Die Spieler Christian Poser, Olo Sperschneider und Francesco Walenzus unter der Leitung von Willi Wittig suchen Antworten auf diese Fragen.
Knapp eine Woche vor der Uraufführung »Dix 2011 – Tanzimpressionen« von Peter Werner-Ranke am 3. Juni lädt Theater&Philharmonie Thüringen am Sonntag, 29. Mai, um 11:00 ins Kunsthaus Gera zu einer MATINEE ein, um Interessierten vorab einen Einblick in diese spannende Produktion zu geben. Der Eintritt zur Matinee ist frei. Mit dabei sind Tänzer, der Bühnenbildner Tom Schenk, der Leiter der Kunstsammlung Holger Saupe, und natürlich der Choreograf Peter Werner-Ranke, der mit diesem Stück nach 37 Jahren seinen Abschied vom Geraer Publikum nimmt. Gezeigt werden kurze Ausschnitte, es wird über Bühnenbild und Kostüme und natürlich über Otto Dix zu reden sein. Einlass ist ab 10:45. Der Eingang ist Neue Str. 28/30, Haupteingang Kunsthaus.
Die Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán in der Regie von Matthias Winter steht am Sonntag, 29. Mai, um 14.30 Uhr auf dem Spielplan im Großen Haus der Bühnen der Stadt. Bei feurigen Csárdásklängen feiert man im Budapester „Orpheum“ die Abschiedsvorstellung der berühmten Chansonette Sylva Varescu (Jule Rosalie Vortisch), die auf Tournee nach Amerika gehen will. Darunter auch der junge Fürst Edwin (Michael Siemon). Er hat sich unsterblich in Sylva verliebt und will sie heiraten. Edwins Vater hat von der Affäre gehört, beordert seinen Sohn kurzerhand nach Hause zurück und gibt die standesgemäße Verlobung mit dessen Jugendliebe Komtesse Stasi (Katrin Strocka) bekannt. Sylva ist zutiefst verletzt …. Wie sich dann alles doch noch zum guten Operetten-Happyend fügt, sieht und hört man sich am besten selbst an. Denn ein Ohrwurm reiht sich an den anderen „Von den Mädis vom Chantant“ über „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ bis zu „Machen wir`s den Schwalben nach“. Nur noch Restkarten an der Kasse.
Altenburg „Puzzle Babylon – Die sieben Todsünden“ – das Stück von Amina Gusner und Anne-Sylvie König steht am Freitag, 27. Mai, um 19.30 Uhr im Landestheater auf dem Spielplan. Bereits um 18.45 Uhr erwartet Chefdramaturgin Anne-Sylvie König Interessierte zu einer Einführung. Im Brennglas zwölf Menschen, die an einem Ort irgendwo in der urbanen modernen Welt leben und kommunizieren – und im digitalisierten, technisierten und schnellen globalisierten Lebensrhythmus des 21. Jahrhunderts weiter lieben, sehnen, hoffen. Die sieben Todsünden stehen und fallen mit der Perspektive: Wollen wir weiter das Übermenschliche als Zielsetzung nehmen, oder werden wir frei, die Schönheiten des Lebens jenseits von Hybris, Gier, Fremdbestimmung und Maßlosigkeit zu entdecken. In dem Ensembleabend ist jede Todsünde ein Kapitel und die Summe von allen ein Menschengemälde dieser Tage. Live dabei die Musiker Olav Kröger (Klavier) und Raphael Beil (Gitarre).
WOODSTOCK – das Schauspiel mit Musik von Frank Leo Schröder und Edda Leesch ist am Samstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr zum vorletzten Mal im Landestheater zu sehen. Ein Ensemble aus zwölf jungen Sängerinnen und Sängern und eine Liveband, die sicher auch den 500.000 Original-Freaks ordentlich eingeheizt hätten, interpretiert mit vollem Stimm- und Körpereinsatz die legendären Songs von Joan Baez, Santana, Janis Joplin, The Who, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, Joe Cocker und vielen anderen Künstlern, die die „Three Days of Peace and Music“ zum berühmtesten Musikereignis der Geschichte gemacht haben. Dabei erzählen sie auch von den Träumen und Ängsten, Hoffnungen und Zweifeln junger Erwachsener, die ihren eigenen Standpunkt suchen angesichts verstörender weltpolitischer Ereignisse und in Abgrenzung zur Generation ihrer Eltern. Es geht um Melanie Miller (Claudia Müller), die geschäftlich unterwegs auf dem Flughafen vom Tod ihrer Althippiemutter Linda erfährt und für einen Moment inne hält. Und Theater macht es möglich: Engel verschaffen ihr die einmalige Chance, im Himmel ihren Vater Joe zu treffen, den sie nie kennen gelernt hat, und mit ihm nach Woodstock zu reisen, dorthin, wo sie gezeugt wurde …. Nur noch wenige Restkarten an der Kasse.
Zum nächsten THEATERFRÜSTÜCK laden Theater&Philharmonie Thüringen und die Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umgebung e. V. am Sonntag, 29. Mai, um 11.00 Uhr, ins Heizhaus des Landestheaters Altenburg (und nicht wie verschiedentlich angegeben ins Lindenau-Museum) ein. Im Mittelpunkt steht die Premiere der Bellini-Oper „I Capuleti e i Montecchi“ am 5. Juni. Die Veranstaltung ist informativ und unterhaltsam zugleich und bietet dem Publikum die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre die beteiligten Künstler bzw. deren Sichtweisen auf das Werk kennen zu lernen. Die Moderation übernimmt der Dramaturg Lennart Naujoks. Zu Gast sind der 1. Kapellmeister Jens Troester, Regisseur Oliver Kloeter und mit Marie-Luise Dreßen und LinLin Fan die Darstellerinnen von Romeo und Julia. Bei ihren musikalischen Kostproben werden die beiden Sängerinnen am Klavier begleitet von Takahiro Nagasaki. Der Eintritt ist frei!
„Männerbeschaffungsmaßnahmen“ heißt ein Liederabend des Schauspielensembles. Besuchen Sie am Sonntag, 29. Mai, gemeinsam mit Angela (Vanessa Rose, Chantal (Heiko Senst), Laura (Judith Mauthe) und Sabine (Anne Keßler) das Seminar „Männerbeschaffungsmaßnahmen“, geleitet von der Expertin Christine (Eva Verena Müller). Dazu müssen Sie um 19.30 Uhr ins Heizhaus kommen. Dort ist die Devise: Sing es! Christine hat alle Hände voll zu tun, die unterschiedlichen Kursteilnehmerinnen mal fachkundig, mal gewaltsam zu ihrem Glück zu führen und dabei vergessen zu lassen, dass der Mensch am Flügel (Olav Kröger) ein Mann ist – den braucht es für die Musik. Weil der Gesang befreit und Lieder geflügelte Gefühle sind, sollen sie alle singen: ihre Nöte, Wünsche, Erfahrungen und Träume. Die Damen singen was das Zeug hält: mit Zarah Leander („Nur nicht aus Liebe weinen“), Udo Lindenberg, Trude Herr („Ich will keine Schokolade“), über die Beatles und Falco bis zu Eros Ramazotti singen sie in weit über 20 Songs von allem, was sie bewegt. Und ob sie nun Flugbegleiterin, Scheidungsanwältin, Pharmareferentin oder Geheimniskrämerin sind, die Musik befreit und führt zusammen. Auf der Bühne, im Zuschauerraum und im Leben. |