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| 21.04.-24.04.-Theatertipps von Gründonnerstag bis Ostermontag |
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Gera und Altenburg Peter und Jan haben ihren eigenen Weg gefunden, auf soziale Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Sie haben den Bonzen den Krieg erklärt und brechen nachts in deren Villen ein. Aber nicht um zu stehlen, sondern um Chaos und Unsicherheit in die verschanzten Paläste zu bringen. Ihre Arbeit kommentieren sie mit Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“. Wie weit darf Widerstand gegen ein System gehen, wenn man keine Alternative weiß? Wie finden wir gesellschaftliche Visionen, wenn die Zeit der großen Utopien vorbei ist? Lys Schubert singt und erzählt. Alles schläft, nur der Mond ist hell und lockt. Auf dessen Lichtstrahl verlässt der kleine Häwelmann sein Zimmer. Er macht sich auf in die Welt, von der er gar nicht genug bekommen kann. Doch Vorsicht: Wer dem Mond so frech über die Nase fährt, muss sich nicht wundern, wenn sein Übermut einmal ausgebremst wird. „Warum Frauen klüger sind und Männer es nicht wahrhaben wollen“ hat Birgit Scherzer ihr Tanzstück genannt, das am Ostersonntag, 24. April, um 14.30 Uhr auf dem Spielplan im Landestheater steht. Der Titel reizt sicher beiderlei Geschlechter! Das ThüringenBallett wagt sich damit an Shakespeares wohl wortgewaltigste Komödie „Viel Lärm um nichts“. Und wenn es um Männer und Frauen geht, geht es natürlich auch um die Liebe! Die international erfolgreiche Choreografin Birgit Scherzer zeigt, wie Männer und Frauen einander begegneten und begegnen und wie aktuell der Stoff nach nahezu 400 Jahren noch ist. Karten sind noch erhältlich! Bereits 13.45 Uhr gibt Dramaturg Thomas Emmert eine Einführung im Liliencronzimmer. „Lieben Sie Brahms?“ ist das 3. Kammerkonzert am Ostermontag überschrieben. Es findet im Bachsaal auf dem Schloss statt und beginnt 19.00 Uhr. Es musizieren Katrin Strocka (Sopran), am Klavier Olav Kröger, Vasile Hanciu (Violine) und Uwe Knaust (Klarinette). Auf dem Programm stehen Lieder und Sonaten von Brahms. Ihre Uraufführung erleben in diesem Konzert OPHELIA-LIEDER mit einem Vor- und Nachspiel von Olav Kröger. FALKENBERG ist stets auf Reisen – am 21. April kommt er mit Liedern nach Gera, die von diesem, unserem Land in all seinen Brüchen und Verwirrungen erzählen, mit Liedern voller Bodenhaftung und Zeit. Seit Jahrzehnten stauben seine Schuhe auf den Autobahnen unserer Kultur, an den Rastplätzen unserer Geschichten, mit den Fernfahrern und Partisanen der Liebe ein. Und FALKENBERG feiert das Aufstehen. Schließlich geht es darum, wenn ein Sänger ein halbes Jahrhundert auf seinen Schultern trägt. Es geht ums Weitersingen, ums Weitermachen – das Mikrophon und die Gitarre, neben Klavier und Freunden, als Mitbringsel für die, die das Zuhören noch nicht verlernt haben. Mit seinem Freund Michael Lehrmann, einem faszinierend verspielten Gitarristen, sucht er die Bretter und Bühnen, um uns von uns zu berichten. Das neue Album: HAUTLOS beschreibt Pauline Kingsbury so: Berührend, nicht rührselig, getragen, aber nicht tragisch, wissend nicht kitschig. Überzeugen kann man sich davon zu den Geraer Songtagen live am 21. April, 21.00 Uhr im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz. Das ThüringenBallett zeigt am Karfreitag, 22. April, um 19.30 Uhr, im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera zum letzten Mal MENSCHENSOHN. Choreograf Gregor Seyffert hat ein Ballett mit starken Bildern und vielen Show-Effekten inszeniert, das nicht nur die Anhänger klassischen Balletts begeistert. Er erzählt das Leben des Jesus von Nazareth von der Geburt bis zum Tod am Kreuz und stützt sich dabei auf Klaus Kinskis provokanten Text „Jesus Christus Erlöser“. Dazu hat er Musik ausgewählt, die von Apocalyptica über Enya bis Peter Gabriel reicht. Der Tänzer Martin Svobodnik – inzwischen als Gast von der Oper Leipzig – ist ein starker Menschensohn. Einige Karten sind noch erhältlich. Wegen Erkrankung steht zu Ostern nicht wie geplant das Märchen „Dornröschen“ auf dem Spielplan des Puppentheaters dafür springt am 23., 24. und 25. April der Kasper ein. So heißt es am Samstag um 16 Uhr und Ostersonntag und Ostermontag um 10 Uhr im Haus am Gustav-Hennig-Platz „Bei Kaspers wird der Kaffee kalt“. Puppenspieler Jochen Haferburg hat alle Hände voll zu tun, um die ganze Mannschaft des Kaspertheaters zum Leben zu erwecken. Immer wenn sich der Kasper bei seiner Gretel gemütlich am Tisch niederlassen und seinen Kaffee trinken will, ruft ihn ein neues Abenteuer hinaus in die Welt. Katrin Weber SOLO! heißt es am Samstag, 23. April um 19.30 Uhr im Großen Haus. Mit ihrem erfolgreichen Abend ist die Künstlerin nicht zum ersten Mal bei Theater&Philharmonie Thüringen zu Gast. Bereits im März 2010 sorgte sie für ausverkaufte Häuser. Für die aus dem Fernsehen bestens bekannte Sängerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin ist das Gastspiel irgendwie ein Nachhausekommen, hat sie doch nach dem Studium in Gera die Bretter, die die Welt bedeuten, betreten, war zehn Jahre hier engagiert und wurde vom Publikum geliebt. Vor allem als Musicalstar ist sie hier ein Begriff ist: sie begeisterte von „Annie get your gun“ über „My fair Lady“; Maria in „Jesus Christ Superstar“ bis hin zu „Evita“. Dass in der Sängerin auch eine große Komödiantin steckt, wusste man hier spätestens seit „Non(n)sens“ oder „F.L.E.T.S.C.H.“. Dann und wann kehrte Katrin Weber als Gast zu den Theaterbällen zurück. Auch mit dem Kabarettisten Bernd-Lutz Lange konnte sie in Altenburg und Gera große Erfolge feiern. Und unter den Zuschauern findet man sie im Theatersaal bei den Premieren von Inszenierungen ihres Mannes Matthias Winter. Nun also wieder einmal allein und doch „gezwungenermaßen“ in Begleitung von Rainer Vothel – entspinnt sich ein heiterer „Machtkampf“ zwischen einem verkannten und unterforderten Tastenexperten und einer nicht zufrieden zu stellenden, belehrenden Diseuse. Da wird gestichelt und gezickt, doch nie nach billigem Mann-Frau-Schema. Hier heißt die Konstellation Diva versus Einsilbigkeit. Und das alles auf höchstmöglichem Niveau! Ein umwerfend komisches und musikalisch hochkarätiges Solo – 2009 mit dem Thüringer Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Die letzte Aufführung der Oper „Ulenspiegel“ von Walter Braunfels an den Bühnen der Stadt Gera ist am Ostersonntag, 24. April, um 19.30 Uhr. Seit ihrer Uraufführung 1913 am Königlichen Hoftheater Stuttgart war die Oper nicht mehr auf einem Spielplan zu finden. Theater&Philharmonie Thüringen wurde für diese Opernwiederentdeckung großes Lob zuteil. Für das Bühnenbild zeichnet der international renommierte Architekt Stephan Braunfels (u.a. Pinakothek der Moderne, München; Regierungsbauten, Berlin) verantwortlich, ein Enkel des Komponisten. Regie führte Matthias Oldag. In der Titelpartie der kanadische Tenor Keith Boldt. Walter Braunfels galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als einer der zukunftsweisenden deutschen Opernkomponisten. Doch mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor er als sogenannter »Halbjude« alle seine Ämter und erhielt Aufführungsverbot. 1945 erneut zum Rektor der Kölner Musikhochschule berufen, konnte er nicht mehr an seine alten Erfolge anknüpfen. Erst in den vergangenen rund fünfzehn Jahren wurden Braunfels´ Werke wieder gespielt. In der kommenden Spielzeit sind drei Vorstellungen des „Ulenspiegel“ im Landestheater Altenburg vorgesehen: am 22. April, 4. Mai und 15. Juni 2012. Ein Konzert mit „Perlen aus Opern“ zugunsten der Opfer im Katastrophengebiet in Japan findet am Ostermontag, 25. April, um 17.00 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera statt. Initiiert haben das Konzert drei am Haus wirkende Künstler aus Japan. Der Bariton Teruhiko Komori aus Tokio wird gemeinsam mit dem Tenor Ricardo Tamura – der Sänger aus Brasilien hat japanische Wurzeln - Arien und Duette von Puccini und Verdi singen. Am Klavier begleitet sie Repetitor Takahiro Nagasaki aus Aichi. Karten für 10 Euro sind an der Theaterkasse erhältlich. Ricardo Tamura wird mit zwei Arien aus Verdi-Opern zu hören sein. Als Ernani singt er „Come rugiada al cespite d'un appassito fiore“ und als Riccardo „Ma se m'è forza perderti per sempre, o luce mia“. aus „Un ballo in maschera“ Natürlich fehlt die Arie des Cavaradossi „E lucevan le stelle“ aus Puccinis „Tosca“ nicht im Programm. Dazu kommen drei Duette: aus Puccinis „La boheme“ das Duett von Rodolfo und Marcello „O, Mimi tu piu non torni“. Als Kontrahenten Otello und Jago treten die beiden Sänger mit „E la la notte, Cassio dormia... Si, per ciel marmoreo giuro” auf, um sich zum Abschluss des Konzertes im Duett Don Carlo und Marquis Posa „Dio, che nell'alma infondere amor volesti e speme“ zu vereinen. Auch das Theaterrestaurant SZENARIO beteiligt sich: 50% der Einnahmen der zum Benefizkonzert verkauften Getränke werden gespendet. |
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