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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender April2011 15.04.-17.04.-Theatertipps zum Wochenende
15.04.-17.04.-Theatertipps zum Wochenende

Altenburg
»Rund um den Zuckerhut« - unter diesem Motto tritt Theater&Philharmonie Thüringen mit seinem Publikum am Freitag, 15. April, um 19.30 Uhr ab Landestheater eine musikalische Reise durch Lateinamerika an, von Mexiko nach Feuerland und vom Pazifik über die Anden und durch den tropischen Regenwald zur Copacabana. Günter Markwarth führt durch das Programm und gibt den zuverlässigen Reisebegleiter zu Land, zu Wasser und in der Luft.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung seines 1. Kapellmeisters Jens Troester spielt schwungvolle Titel wie »Tango Jalousie«, »Yo soy María«, »Le bœuf sur le toit«, »Oblivion«, »Tico tico« oder »La Cumparsita«. Die Sopranistin Katrin Strocka interpretiert einige der schönsten und eingängigsten Melodien, so. das bekannte »Don´t cry for me, Argentina« aus dem Musical „Evita“. Tanzpaare der Tanzschule Schaller sorgen für den Augenschmaus.

Katrin Weber SOLO! heißt es am 17. April um 19.30 Uhr im Landestheater Altenburg. Mit ihrem erfolgreichen Abend ist die Künstlerin nicht zum ersten Mal bei Theater&Philharmonie Thüringen zu Gast. Bereits im März 2010 sorgte sie für ausverkaufte Häuser.

Für die aus dem Fernsehen bestens bekannte Sängerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin ist das Gastspiel irgendwie ein Nachhausekommen, hat sie doch nach dem Studium in Gera die Bretter, die die Welt bedeuten, betreten, war zehn Jahre hier engagiert und wurde vom Publikum geliebt. Vor allem als Musicalstar ist sie hier ein Begriff ist: sie begeisterte von „Annie get your gun“ über „My fair Lady“; Maria in „Jesus Christ Superstar“ bis hin zu „Evita“. Dass in der Sängerin auch eine große Komödiantin steckt, wusste man hier spätestens seit „Non(n)sens“ oder „F.L.E.T.S.C.H.“. Dann und wann kehrte Katrin Weber als Gast zu den Theaterbällen zurück. Auch mit dem Kabarettisten Bernd-Lutz Lange konnte sie in Altenburg und Gera große Erfolge feiern. Und unter den Zuschauern findet man sie im Theatersaal bei den Premieren von Inszenierungen ihres Mannes Matthias Winter.

Nun also wieder einmal allein und doch „gezwungenermaßen“ in Begleitung von Rainer Vothel – entspinnt sich ein heiterer „Machtkampf“ zwischen einem verkannten und unterforderten Tastenexperten und einer nicht zufrieden zu stellenden, belehrenden Diseuse. Da wird gestichelt und gezickt, doch nie nach billigem Mann-Frau-Schema. Hier heißt die Konstellation Diva versus Einsilbigkeit. Und das alles auf höchstmöglichem Niveau! Ein umwerfend komisches und musikalisch hochkarätiges Solo – 2009 mit dem Thüringer Kleinkunstpreis ausgezeichnet.

Gera
Rockfestival-Atmosphäre kommt am Freitag, 15. April, um 19.30 Uhr, im Großen Haus auf, wenn WOODSTOCK auf dem Spielplan steht. Ein Ensemble aus zwölf jungen Sängerinnen und Sängern und eine Liveband, die sicher auch den 500.000 Original-Freaks ordentlich eingeheizt hätten, interpretieren mit vollem Stimm- und Körpereinsatz die legendären Songs von Joan Baez, Santana, Janis Joplin, The Who, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, Joe Cocker und vielen anderen Künstlern, die die „Three Days of Peace and Music“ zum berühmtesten Musikereignis der Geschichte gemacht haben. Dabei erzählen sie auch von den Träumen und Ängsten, Hoffnungen und Zweifeln junger Erwachsener, die ihren eigenen Standpunkt suchen angesichts verstörender weltpolitischer Ereignisse und in Abgrenzung zur Generation ihrer Eltern.

Die TheaterFABRIK will „carmen _spüren“. Am Samstag, 16. April, um 19.30 Uhr hat die Produktion in der Bühne am Park Premiere. Sieben junge Frauen nähern sich der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Die Darstellerinnen zwischen 15 und 28 Jahren schlüpfen dabei in die Rolle der Titelfigur und visualisieren die für sie relevanten Spannungsfelder. Ist die Verführerin Carmen eine andere Frau als die schicksalsgläubige Carmen oder hat Carmen auch eine weiche Seite?. Gefunden haben die Darstellerinnen eine ambivalente Frauenfigur, die zwischen Sehnsucht nach Selbstbestimmung aber auch nach Geborgenheit schwankt und letztendlich scheitert.

Wegen Erkrankung können die geplanten Vorstellungen des Puppenspiels „Die feuerrote Blume“ am 16. und 17. April nicht gezeigt werden. Dafür heißt es nun am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr im Haus am Gustav-Hennig-Platz „Bei Kaspers wird der Kaffee kalt“. Warum das immer wieder passiert, können Kinder ab 5 Jahre in diesem Handpuppenspiel selbst miterleben: immer wenn sich der Kasper bei seiner Gretel gemütlich am Tisch niederlassen will, ruft ihn ein neues Abenteuer hinaus in die Welt. Puppenspieler Jochen Haferburg hat alle Hände voll zu tun.

Noch ein letztes Mal erklingt Richard Wagners großes Opus “Tristan und Isolde” im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera. Über die erste Aufführung schrieb Franz Stuke treffend auf opernnetz.de: “Die als „konzertant“ angekündigte Aufführung entpuppt sich als fünfeinhalbstündiges „Ereignis“. Weiter heißt es dort: “Es gibt beglückende Opern-Abende, da stimmt einfach alles: Gesang, Musik, Publikum, Ambiente. Der 8. April 2011 in Gera wird als ein solcher in Erinnerung bleiben – bei allen die dabei sein durften!”

Die Aufführung am Sonntag, 17. April, beginnt um14.30 Uhr und dauert bis etwa 20.00 Uhr. Ein spezielles Rahmenprogramm und kulinarische Genüsse erwarten die Besucher wiederum in den beiden Pausen. Im Spiegelfoyer gibt es eine Ausstellung zur Wagner-Rezeption an den Bühnen der Stadt Gera. Generalintendant Matthias Oldag liest im Chorsaal aus Gottfried von Straßburgs um 1210 entstandenem und Fragment gebliebenem Versroman „Tristan“, Jugendliche aus der Theaterfabrik werden Standbilder und Choreografien zu den Themen Krieg und Liebe vorführen und man kann auf Video Ausschnitte aus verschiedenen TRISTAN-Inszenierungen sehen.

Seit dem 13. Jahrhundert fasziniert das Liebesdrama von Tristan und Isolde die Menschen. Besonders in der Romantik gab es zahlreiche Adaptionen der spätmittelalterlichen Sage. 1865 gelangte Richard Wagners Musikdrama auf Befehl des jugendlichen Bayernkönigs Ludwig II. in München zur Uraufführung und wurde zu einem triumphalen Erfolg für den Komponisten.

Eigentlich sind sie Todfeinde, hat Tristan doch Isoldes Verlobten Morold im Krieg getötet. Doch bei ihrer ersten Begegnung verlieben sich die irische Königstochter und der Ritter aus Cornwall unsterblich ineinander. Es ist eine unmögliche und unausgesprochene Liebe. Jahre später soll Tristan Isolde nach Cornwall geleiten, auf dass diese sich mit König Marke vermähle und den Friedenspakt der beiden Völker besiegle. Unter dem Einfluss eines vermeintlichen Todestranks gestehen sie sich ihre Liebe. Doch Isoldes Dienerin Brangäne hat den Trank vertauscht …
Generalmusikdirektor Howard Arman, prominenter Vertreter der historisch informierten Aufführungspraxis, hat die musikalische Leitung. Es konnte ein international gefragtes Solistenensemble verpflichtet werden. In den Partien: Stephan Klemm (König Marke), Richard Decker (Tristan), Dara Hobbs (Isolde), Silvia Hablowetz (Brangäne), Michael Vier (Kurwenal), Günter Markwarth (Melot), Bernhard Hänsch (Steuermann), Michael Siemon (Seemann/Hirte). Herrenchor und Chorgäste singen in der Einstudierung von Chordirektor Ueli Häsler.

Mit SCHLAFLOS und PROJEKT ADONIS präsentieren sich zwei Schauspieler von Theater&Philharmonie Thüringen am Sonntag, 17. April, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park solo. Dieser Abend der Solos zeigt zwei Seelen auf der Suche, zwei Menschen für sich, jeder allein und jeder speziell. Es ist das Ringen mit dem vielleicht grausamsten Gegner, dem härtesten Kritiker und manchmal eben auch dem besten Freund – das eigene Ich. Erleben Sie einen heiteren Parcours durch die Abgründe der Seele zwischen Humor und Tiefgang.

SCHLAFLOS - Es ist die Zeit, in der wir auf uns selbst geworfen werden und keine Ausreden mehr finden. Es sind diese Stunden der Nacht, in denen wir schlaflos mit uns streiten. Der Tag zieht noch mal an uns vorbei, und von außen ans Fenster klopfen all die verpassten Chancen und nicht erfüllten Hoffnungen. Also wälzen wir uns im Bett wieder auf die andere Seite. Neuer Versuch, gleiche Gedanken. Dabei erfand schon Johann Sebastian Bach wohl das schönste Mittel gegen Schlaflosigkeit. Die bekannten Goldberg-Variationen schrieb der Komponist einst gegen die Schlaflosigkeit. Der Cembalist Goldberg sollte diese musikalische Arznei abendlich seinem Geldgeber verabreichen. Wir wissen nicht, ob es gewirkt hat, aber zumindest können wir Teile dieser wohl besten Komposition präsentieren. Und während das Publikum Olav Kröger noch beim Spielen der Musik zuhört, erfährt es von Anne Keßler ein ganz anderes Rezept gegen dieses nächtliche Übel: Das Problem erkennen, benennen und neue Pläne und gute Vorsätze für morgen machen. Regie und Text: Amina Gusner.

PROJEKT ADONIS - Was macht glücklich? Werde ich begehrenswert, wenn ich schön bin und werde ich glücklich, wenn ich begehrt werde? Und was kann man dafür tun, ganz schön begehrt zu werden? Wie soll mein Leben und wie soll ich aussehen? Ist es überhaupt Aussehen, was ausmacht oder geht es doch um innere Werte, innere Schönheit und sonstige Innereien? Ist Image vielleicht doch nur alles und den Rest kriegt keiner mit? Ein junger Mann sucht nach den großen Antworten auf die kleinen Fragen seines Lebens. Der Verlust der Geliebten erzwingt grundsätzliche Fragen nach dem Wozu und dem Wohin des Lebens. Verschiedene Modelle und Möglichkeiten werden zitiert, überprüft und verworfen. Das Leben noch jung und die Beziehung schon hin. Das Ziel ist klar: Projekt Adonis! Regie: Helen Schröder.

 

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