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In einer konzertanten Aufführung erklingt am Freitag, 8. April, Richard Wagners großes Opus “Tristan und Isolde” im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera. Generalmusikdirektor Howard Arman, prominenter Vertreter der historisch informierten Aufführungspraxis, übernimmt die musikalische Leitung. Es konnte ein international gefragtes Solistenensemble verpflichtet werden.
In den Partien: Stephan Klemm (König Marke), Richard Decker (Tristan), Dara Hobbs (Isolde), Silvia Hablowetz (Brangäne), Michael Vier (Kurwenal), Günter Markwarth (Melot), Bernhard Hänsch (Steuermann), Michael Siemon (Seemann/Hirte). Herrenchor und Chorgäste singen in der Einstudierung von Chordirektor Ueli Häsler.
Die Aufführung beginnt 18 Uhr und dauert bis etwa 23.30 Uhr. Ein spezielles Rahmenprogramm und kulinarische Genüsse in den beiden Pausen lassen den Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Im Spiegelfoyer gibt es eine Ausstellung zur Wagner-Rezeption an den Bühnen der Stadt Gera, aus der auch ersichtlich ist, dass die Oper TRISTAN UND ISOLDE genau vor 100 Jahren sowie seit 1944 hier nicht mehr auf dem Spielplan stand. Generalintendant Matthias Oldag liest im Chorsaal aus Gottfried von Straßburgs um 1210 entstandenem und Fragment gebliebenem Versroman „Tristan“, Jugendliche aus der Theaterfabrik werden Standbilder und Choreografien zu den Themen Krieg und Liebe vorführen und man kann auf Video Ausschnitte aus verschiedenen TRISTAN-Inszenierungen sehen.
Nur eine weitere Aufführung am 17. April um 14.30 Uhr ist geplant. Seit dem 13. Jahrhundert fasziniert das Liebesdrama von Tristan und Isolde die Menschen. Besonders in der Romantik gab es zahlreiche Adaptionen der spätmittelalterlichen Sage. 1865 gelangte Richard Wagners Musikdrama auf Befehl des jugendlichen Bayernkönigs Ludwig II. in München zur Uraufführung und wurde zu einem triumphalen Erfolg für den Komponisten.
Eigentlich sind sie Todfeinde, hat Tristan doch Isoldes Verlobten Morold im Krieg getötet. Doch bei ihrer ersten Begegnung verlieben sich die irische Königstochter und der Ritter aus Cornwall unsterblich ineinander. Es ist eine unmögliche und unausgesprochene Liebe. Jahre später soll Tristan Isolde nach Cornwall geleiten, auf dass diese sich mit König Marke vermähle und den Friedenspakt der beiden Völker besiegle. Unter dem Einfluss eines vermeintlichen Todestranks gestehen sie sich ihre Liebe. Doch Isoldes Dienerin Brangäne hat den Trank vertauscht.
DOTA & DIE STADTPIRATEN kommen zu den Songtagen nach Gera und treten am Freitag, 8. April, um 21.00 Uhr im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz auf. Dota & die Stadtpiraten sind ein Phänomen. Mit ihrer Musik begeistern sie das Publikum von Berlin über São Paulo bis nach Samoa. Sie veröffentlichten sieben Alben. Wie alles begann: Dota schipperte als Straßenmusikerin um die Welt und kehrte 2003 als „Kleingeldprinzessin“ in ihren Heimathafen Berlin zurück.
Dort holte sie sich Verstärkung ins Boot: die Stadtpiraten. Sie warfen ihr musikalisches Gepäck zusammen, und mit dieser bunten Fracht aus Bossa Nova, Swing, Reggae, Surfrock und Dotas Texten, die mal nach Hip Hop, mal nach Ringelnatz klingen, nehmen sie Kurs auf die heimische Clubszene. Es dauerte nicht lange, bis sich ihr Ruf ausbreitete. 2006 tourten sie durch Russland, 2009 durch Neuseeland und Samoa, und 2007 machte Dota eine Solo-Tour durch Brasilien, wo sie auch zwei Alben aufnahm. Auf dem Label Chita Discos erschien 2008 eine Best-of-Compilation für den brasilianischen Markt. Dotas Texte sind feine Beobachtungen. Gestochen scharf und auf den Punkt gebracht. 2011 sticht die Mannschaft wieder in See. Mit an Bord: ihr aktuelles Album „Bis auf den Grund“.
Zum nächsten Theatercafé lädt die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Samstag, 9. April, um 14.30 Uhr, in die Bühne am Park Gera ein. Dagmar Kunze und Günter Markwarth moderieren den Nachmittag gemeinsam. Ihr Thema ist Kunst & Handwerk. Als Gesprächspartner haben sie sich zwei Requisiteusen eingeladen. Ramona Richter und Jana Winz geben Einblick in ihre vielfältige Tätigkeit. Dazu gesellt sich Fundusverwalterin Birgit Böttger, die nicht nur darüber spricht, welche Schätze sie pflegt, sondern auch was zum Anschauen mitbringt. Von einer ganz anderen Seite werden die Besucher des Theatercafés im zweiten Teil Tobias Wolff – als ehemaliger Chefdramaturg und kommissarischer Verwaltungsdirektor bekannt – kennenlernen. Überraschungsgäste nicht ausgeschlossen. Karten sind an der Theaterkasse erhältlich. Im Kartenpreis sind Kaffee bzw. Tee und Kuchen sowie ein Glas Sekt für die Pause inbegriffen.
Das Orchester des Musikgymnasiums Schloss Belvedere, Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, gibt am Samstag, 9. April, um 19.30 Uhr, im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera ein FRÜHLINGSKONZERT. Auf dem Programm stehen die Ouvertüre zu Verdis Oper »Die Macht des Schicksals«, das Konzert für Klavier und Orchester Hob. 18:11 D-Dur von Franz Joseph Haydn, »Fancy Free« von Leonard Bernstein, die Sinfonie h-Moll D.759 »Die Unvollendete« von Franz Schubert und „Die Moldau“ von Bedrich Smetana. Die musikalische Leitung hat Joan Pagès Valls, seit 2009 Chef des Klangkörpers. Solistin ist Lisa Kapanadze (Klavier) aus der Klasse von Prof. Grigory Gruzman. Karten für10,– Euro auf allen Plätzen, Schüler und Kinder 5,– Euro, sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon Gera 0365 – 8279 105 oder online unter www.tpthueringen.de
Am Sonntag, 10. April, um 19.30 Uhr ist in der Bühne am Park die Beziehungskomödie „Mütter und Männer“ zu sehen. Schauspieldirektorin Amina Gusner und Chefdramaturgin Anne-Sylvie König haben in ihrer Textmontage ihren Mitmenschen nicht nur aufs Maul geschaut, sie haben sie quasi bei ihrer ganzen kratzbürstigen Hilflosigkeit gegenüber den Zumutungen modernen Lebens erwischt. Wie in ein Haus mit vielen erleuchteten Fenstern sieht der Zuschauer in Schlaglichtern parallel in das Leben von Menschen in einer Großstadt. „Es ist nicht schön allein zu sein!“ – hört man hinter den Scheiben die Protagonisten sagen, die sich trennen und verbinden, nach der Vergangenheit sehnen, von der Zukunft träumen, dem Alltag entfliehen wollen und trotzdem tapfer ihre täglichen Routinerunden drehen. Mit Humor, liebevoll, in mikroskopischer Schärfe, im Weitwinkel und in Nahaufnahmen wird auf Wünsche, Ängste und Muster-Programme von vier vitalen Einzelkämpfern heute geschaut. Erzählt wird in einer musikalischen Collage von denen, die ausbrechen möchten aus dem Laufrad der Leistungsorientierung. Es spielen Anne Keßler, Judith Mauthe, Heiko Senst und Frank Voigtmann.
Altenburg Die Musik-Komödie „Mama hat den Blues und Papa möchte feiern“ kann man am Freitag, 8. April, um 19.30 Uhr im Landestheater sehen. Angesagt ist die große Feier zu Gerhard Frosts (Rüdiger Rudolph) 50. Geburtstag. An seiner Seite sind Ehefrau Doris (Anne Keßler) und die Töchter Stefanie (Vanessa Rose) und Carolin (Alice von Lindenau). Auch die engagierte Band und der Klavierspieler sind zur Stelle. Nur die geladenen Gäste bleiben aus, da die Einladungen gar nicht verschickt wurden. Dafür tauchen unerwartete Gäste auf, die für reichlich Frust in der Familie Frost sorgen. Mit französischem Chanson und russischem Volkslied, AC/DC und Nina Hagen, Franz Lehár und Tokio Hotel, Goran Bregovic und Paolo Conte, Roger Cicero und Eminem, Funny van Dannen und Chris Boettcher kommentieren Familienmitglieder und Gäste ihre Gefühlszustände und spitzen die Situation zu bis es zur Entladung kommt ….
In Kooperation bringen JugendTheARTerWelt e. V. und Theater&Philharmonie Thüringen für Zuschauer ab 9 Jahre das Stück „Irgendwie Anders“ heraus. Premiere ist am Samstag, 9. April, um 16.00 Uhr im Theater unterm Dach. In ihrem Stück, das frei nach Hans Christian Andersens Märchen „Das hässliche junge Entlein“ entstand, beschäftigen sich 9 Kinder – die Jüngsten aus dem Schauspielkurs des Vereins – mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Umgangsformen und Toleranz. Das hässliche Entlein – gespielt von Sascha Kranz – versucht seinen Platz im Leben zu finden. Das erweist sich als gar nicht so einfach, da das Entlein wirklich nicht gerade sympathisch ist. Eine wunderschöne Blume (Maximiliane Liebsch) macht das Entlein immer wieder ehrlich auf seine Fehlerchen aufmerksam. Die beiden schließen eine Wette ab, ob das Entlein jemals seinen Platz in der Welt finden wird. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg und treffen auf die unterschiedlichsten Zeitgenossen, so auf die Frösche und die schwer arbeitenden Biber. Die rockige Geschichte wird mit Herz und Spaß von den jungen Darstellern erzählt und ist ein Erlebnis für Jung und Alt.
„So ein Struwwelpeter“ heißt ein Stück mit Puppen, Dingen und Objekten für Menschen ab 8 Jahren, das Kaja Sesterhenn, Lys Schubert und Jochen Haferburg am Sonntag um 10 Uhr im Heizhaus spielen. Die drei Puppenspieler schlüpfen in die Rollen von Lehrern und klagen ihr Leid mit den »lieben Schülern«. Doch sind es nicht irgendwelche Schüler. Die Geschichten sind einem der Standardwerke deutscher Erziehungsliteratur entnommen, dem Struwwelpeter. Neben den klassischen Episoden wie dem Daumenlutscher Konrad oder der Geschichte von den Streichhölzern bedient man sich der Adaptionen von Hansgeorg Stengel.
Ab 15 Uhr gehört das Landestheater Altenburg am Sonntag dem Jugendblasmusikzentrum Nobitz e. V. für sein Jahreskonzert. |