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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender Februar 2011 25.-27.02.-Theatertipps zum Wochenende
25.-27.02.-Theatertipps zum Wochenende

Premiere für WALLENSTEIN und STRUWWELPETER in Altenburg
Altenburg
„So ein Struwwelpeter“ heißt das Stück mit Puppen, Dingen und Objekten für Menschen ab 8 Jahre, das am Samstag, 26. Februar, um 16.00 Uhr, seine Altenburger Premiere im Heizhaus erlebt. Was geht da vor, hinter den verschlossenen Türen der Lehrerzimmer? Da werden Lehrpläne umgesetzt, Noten verteilt, Anekdoten und Geschichten erzählt.

Geschichten wie die von der eigensinnigen Ulrike. Oder der faulen Angelika. Oder vom bockigen Martin. Drei Lehrer – Kaja Sesterhenn, Lys Schubert und Jochen Haferburg - klagen sich gegenseitig ihr Leid mit den »lieben Schülern«. Doch sind es nicht irgendwelche Schüler. Die Geschichten sind einem der Standardwerke deutscher Erziehungsliteratur entnommen, dem Struwwelpeter. Neben den klassischen Episoden wie dem Daumenlutscher Konrad oder der Geschichte von den Streichhölzern bedient sich das Regieteam Tabea Hörnlein und Karen Becker der Adaptionen von Hansgeorg Stengel. Und so finden wir den fernsehverrückten Frank ebenso wie den bockigen Martin in den Schilderungen des Lehrpersonals. Dabei sind die Lehrer so unterschiedlich wie ihre Schüler, und auch wenn der erzieherische Ansatz zunächst ganz klar scheint, so wird doch zunehmend deutlicher, dass auch diese Lehrer von den Geschichten aus dem Struwwelpeter etwas lernen können…

Im Schillerjahr 2009 präsentierte Theater&Philharmonie Thüringen die Deutsche Erstaufführung der Oper „Wallenstein“. Es galt, ein Schlüsselwerk des zu Unrecht weitgehend vergessenen Komponisten Weinberger wieder zu entdecken und zugleich in vielfältiger Weise Position zur europäischen (Musik-)Geschichte zu beziehen. Die viel beachtete und gewürdigte Inszenierung von Generalintendant Matthias Oldag kommt nach dem großen Erfolg in Gera nun am 27. Februar 2011 nach Altenburg. Die Titelpartie gestaltet Teruhiko Komori. Die musikalische Leitung hat Jens Troester. Die Premiere im Landestheater beginnt um 19.00 Uhr. Bereits 18.15 Uhr erwartet Dramaturg Felix Eckerle Interessierte zur Einführung im Liliencronzimmer. Karten sind noch erhältlich.

Der musikalischen Tragödie in sechs Bildern liegt Friedrich Schillers 1799 vollendete gleichnamige Dramen-Trilogie zugrunde. Jeweils eines der Dramen („Wallensteins Lager“, „Die Piccolomini“, „Wallensteins Tod“) wird in zwei Bildern adaptiert. Schiller behandelt darin den Niedergang des berühmten Feldherrn Wallenstein, wobei er sich frei an den realen historischen Ereignissen orientiert: Wallenstein scheitert auf dem Gipfel seiner Macht; er ist der erfolgreiche Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee, als er beginnt, sich gegen seinen Kaiser Ferdinand II. aufzulehnen, um das aufgebaute Machtvakuum aufzuheben und das grausame Sterben und Morden zu beenden. Das Werk spielt im Winter 1633/1634 in der böhmischen Stadt Pilsen, wo sich Wallenstein zu jener Zeit mit seinen Truppen aufhält, sowie in Eger, wohin der Herzog von Friedland flieht. Hier wurde er am 26. Februar 1634 ermordet.

Gera
Zur Operette wird am Freitag, 25. Februar, um 19.30 Uhr ins Große Haus eingeladen. „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán erwartet mit ungarischem Esprit und in winterlichem Ambiente das Publikum. Man darf sich auf eine turbulente und zuweilen sentimentale Handlung, temperamentvolle Tanzeinlagen und eine opulente Ausstattung – eine echte »Winter-Revue« im besten und doppelten Sinne freuen, denn Regie führte Matthias Winter. Das Ballett tanzt in der Choreografie von Peter Werner-Ranke. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Thomas Wicklein. Noch sind einige Karten erhältlich.

Shakespeares „Romeo und Julia“ steht Samstag, 26. Februar, um 19.30 Uhr, in der Bühne am Park auf dem Spielplan. Den Klassiker inszenierte der junge Regisseur Pedro Martins Beja (Jg. 1978). Es spielen Jochen Paletschek (Romeo), Judith Mauthe (Julia), Heiko Senst, Peter Prautsch, Henning Bäcker, Manuel Kressin, Anne Keßler. Die Ausstattung entwarf Sophie du Vinage. „Romeo und Julia“ ist der kompromisslose Kampf eines jungen Paares um Selbstbehauptung und Selbsterfahrung gegen eine Welt, die scheinbar für jede Gelegenheit ein ganzes Paket an fertigen Verhaltensregeln und Konventionen bereit hält. Immer größer und stärker müssen die Beweise ihrer Liebe werden, damit sie den Metastasen der Gewalt um sie herum etwas entgegen halten können. Die Dynamik überschlägt sich immer weiter und steuert unweigerlich auf ihr tragisches Ende zu – bis sich die Gewaltspirale nicht mehr aufhalten lässt.
Wenige Restkarten sind noch erhältlich.

Sagenhaft und sonderbar geht’s zu, wenn im 194. Foyerkonzert die Musiker Hendrik Schnöke (Klarinette), Robert Hartung (Viola) und Takahiro Nagasaki (Klavier) aufspielen und Werke von W. A. Mozart, R. Schumann und G. Jacob zu Gehör bringen. „Märchenerzählungen“ – so der Titel des Trios von Robert Schumann – haben Groß und Klein schon immer fasziniert. Und so verspricht das Programm eine musikalische Reise durch die Welt der wunderlichen Geschichten von der Klassik über die Romantik bis hin zur Moderne. … und wenn Sie noch nie in einem Foyerkonzert waren, dann sollten Sie am Sonntag, 27. Februar, um11.00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt unbedingt dabei sein!

Gregor Seyfferts Ballett „Menschensohn“ steht am Sonntag um 14.30 Uhr auf dem Spielplan im Großen Haus. Der Choreograf bringt das Leben des Jesus von Nazareth von der Geburt bis zum Tod am Kreuz in Episoden effektvoll auf die Bühne. Dazu gibt es Klänge von Apocalyptica, Tyler Bates, René Dupéré, Enya, Les Tambours du Bronx, Karl Jenkins und Peter Gabriel. Textauszüge aus Klaus Kinskis „Jesus Christus Erlöser“ sprechen die Schauspielerin Alice von Lindenau und Gregor Seyffert selbst. Der Tänzer Martin Svobodnik ist ein beeindruckender MENSCHENSOHN.

 

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