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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender Februar 2011 18.02.-20.02.-Theatertipps zum Wochenende
18.02.-20.02.-Theatertipps zum Wochenende

Gera
Zur Geraer Premiere der Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán wird am Freitag, 18. Februar, um 19.30 Uhr ins Große Haus eingeladen. Regie führte Matthias Winter. Das Publikum erwartet beschwingte Musik mit ungarischem Esprit, eine turbulente und zuweilen sentimentale Handlung, temperamentvolle Tanzeinlagen und eine opulente Ausstattung – eine echte »Winter-Revue« im besten und doppelten Sinne. So lässt man sich Schneeflöckchen und blitzende Eiskristalle gern gefallen!

Zur Handlung: Die allseits beliebte Varieté-Sängerin Sylva Varescu gibt ihre Abschiedsvorstellung, um anschließend zu einer großen Tournee aufzubrechen. Edwin von und zu Lippert-Weylersheim möchte ihre Abreise um jeden Preis verhindern. Er macht Sylva öffentlich einen Heiratsantrag. Doch die Eltern gaben bereits ohne sein Wissen die standesgemäße Verlobung mit Komtess Anastasia Eggenberg bekannt. Als die Verlobungsanzeige in Sylvas Hände gelangt, reist sie enttäuscht ab. Aber wie in jeder guten alten Operette ergeben sich Verwicklungen und Verwirrungen, die zuletzt für nicht nur ein Liebespaar zu einem glücklichen Ende führen.

Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Thomas Wicklein. Wie schon bei „Zar und Zimmermann“ wurden für das Bühnenbild Walter Schütze und als Kostümbildnerin Anna Strauß verpflichtet. Das ThüringenBallett tanzt in der Choreografie von Peter Werner-Ranke.
Die Titelpartie gestaltet Jule Rosalie Vortisch (Sylva Varescu), in weiteren Partien: Fritz Feilhaber/Michael Siemon (Edwin), Katrin Strocka (Stasi), Peter Paul Haller (Boni), Rosemarie Dittmann-Bennert (Anhilte), Bernhard Hänsch (Leopold), Günter Markwarth (Feri), Winfried Roscher/Andreas Veit (Eugen), Sabine Völkl/Anastasiya Kuzina (Julischka) u.a.
Für die Premiere sind noch einige Karten erhältlich, während die Vorstellung am Sonntag 14.30 Uhr bereits ausverkauft ist.

Kein freier Platz zu haben, ist auch am Samstag um 19.30 Uhr, wenn sich „Charleys Tante“ wieder die Ehre gibt!

„Die ganze Bäckerei“ heißt eine Inszenierung der TheaterFABRIK in der Reihe „JETZT! Junge machen ihr Theater“. Die nächste Vorstellung ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Tonhalle. Diese Reihe ermöglicht es bekanntlich Jugendlichen, eigene Ideen und Themen auf die Bühne zu bringen: Ein Geländespiel mit vorhersehbarem Ausgang. Wieder einmal werden sie heldenhaft verlieren. Wenigstens gibt es Publikum. Der Kiez ist auf den Balkonen versammelt und betrachtet die Auseinandersetzung mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist endlich mal was los, andererseits schädigen sie mit ihrem Dasein den Ruf einer Stadt, die eh keiner kennt.
Die Leitung hat Sascha Siebert, der damit seine zweite Produktion in der JETZT!- Reihe vorstellt. Es spielen Annabell Blumenstein, Mario Binkowski und Francesco Walenszus.

„So ein Struwwelpeter“ heißt das Stück mit Puppen, Dingen und Objekten für Menschen ab 8 Jahre, das am Samstag, 19. Februar, um 16.00 Uhr, seine Premiere im Puppentheater erlebt. Heinrich Hoffmanns Bilderbuch aus dem Jahre 1845 ist genau wie Hansgeorg Stengels Adaption von 1970 aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Die Geschichten wurde zu allen Zeiten verändert, parodiert und angepasst. Immerhin: Daumen werden nicht mehr abgeschnitten, sondern laufen einfach weg. Das Puppentheater bringt in der Inszenierung von Tabea Hörnlein und Karen Becker ein vergnügliches Nummernprogramm über das Erzogen-werden und das Selbst-bestimmen auf die Bühne. Es spielen Lys Schubert, Kaja Sesterhenn und Jochen Haferburg. Für die Ausstattung ist Jan Hofmann verantwortlich. Die zweite Vorstellung ist am Sonntag um 10 Uhr.

Altenburg
Die nächste Vorstellung von Gerhart Hauptmanns Schauspiel „Einsame Menschen“ in der Regie von Schauspieldirektorin Amina Gusner steht am Freitag, 18. Februar, um 19.30 Uhr, auf dem Spielplan im Landestheater. Eine etwas andere Dreiecksgeschichte, hilflose Ratschläge, die doch nur wehtun, und heftige Leidenschaft machen dieses Stück immer wieder zu einem Ereignis. Ein junges Ehepaar mit seinem Neugeborenen in einem schönen Haus am Müggelsee: eigentlich ist alles zum Besten bestellt für den Wissenschaftler Johannes Vockerat und seine junge Frau Käthe …. Dennoch ist da eine gereizte Unzufriedenheit des Ehemannes, Minderwertigkeitsgefühle bei Käthe und die Sorge der Mutter Vockerat aus eigener Erfahrung heraus. Als die Studentin Anna Mahr erscheint und von Johannes zum Bleiben eingeladen wird, verdichten sich die Wolken …
In den Rollen: Alice von Lindenau (Käthe Vockerat), Henning Bäcker (Johannes Vockerat), Eva Verena Müller (Anna Mahr), Anne Keßler (Mutter Vockerat), David Lukowczyk (Braun).

Am Samstag, 19. Februar, wird es in und um die Music Hall herum das erste große Treffen der Prinzenräuber in diesem Jahr geben. Ab 15:00 Uhr sind alle interessierten Bürger mit Familien, Freunden und Gästen recht herzlich eingeladen, zum Tag der offenen Tür den Prinzenräubern über die Schultern zu schauen. Es geht um die Vorbereitungen der vorerst letzten großen Aufführungsstaffel der Festspiele vom 23. Juni bis 10. Juli im Schlosshof Altenburg. Informationen, eine Ausstellung mit Fotos und Requisiten aus 6 Jahren Prinzenraub, Gespräche mit den zahlreichen ehrenamtlichen Mitspielern, Vorführungen der Spielbühne und des Marionettentheaters „Klitzeklein“ mit Puppenspielerin Antje Glanz, Basteln und Armbrustschießen für Kinder, Kampf- und Fechtvorführungen, u.a. mit den „Barbaren“, gehören ebenso zum Nachmittagsprogramm wie die Auftritte der Mitspieler der „Köhler“- und der „Böhmen-Szene“ aus dem aktuellen Stück.

Mario Wunsch vom Gestüt aus Paditz bei Altenburg wird mit seinen Pferden Reitvorführungen und Gelegenheit zum Reiten anbieten. Das Landestheater Altenburg mit Marketingleiter Nils Messner wird als Kooperationspartner mit einem Informationsstand vertreten sein und selbstverständlich wird der Kurfürst mit seiner Gattin, vielleicht auch mit den Prinzen, erwartet. Auch in diesem Jahr werden wieder Mitspieler, gleich welchen Alters und Geschlechts, gesucht. Wer sich dafür interessiert, melde sich gleich bei den Mitspielbetreuerinnen Eva-Maria Richter und Angelika Velter.

Ab 20:00 Uhr steht ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm. David Gilmour, Ex-Pink Floyd, gibt sich die Ehre. Das Video des legendären Konzertes aus der berühmten Royal Albert Hall in London von 2006, „Remember that Night“, ist einer der ganz großen cineastischen wie akustischen Leckbissen der Musikszene, das an diesem Abend exklusiv aufgeführt wird. Mit großem technischem Aufwand wird die Music Hall in einen Dolby-Digital-Surround–Hörraum verwandelt. Neben dem nahezu perfekten Klangerlebnis gibt es eine musikalische und technische Einführung durch die Produktionsleiter der Festspiele, Holger Hainich und Claus Jäger. Als Eintritt wird eine Spende für die ehrenamtlichen Mitspieler des Prinzenraubes erbeten.

Sagenhaft und sonderbar geht’s zu, wenn im 2. Kammerkonzert die Musiker Hendrik Schnöke (Klarinette), Robert Hartung (Viola) und Takahiro Nagasaki (Klavier) aufspielen und Werke von W. A. Mozart, R. Schumann und G. Jacob zu Gehör bringen. „Märchenerzählungen“ – so der Titel des Trios von Robert Schumann – haben Groß und Klein schon immer fasziniert. Und so verspricht das Programm eine musikalische Reise durch die Welt der wunderlichen Geschichten von der Klassik über die Romantik bis hin zur Moderne. … und wenn Sie noch nie in einem Kammerkonzert waren, dann sollten Sie am Samstag, 19. Februar, um19.00 Uhr im Heizhaus Altenburg unbedingt dabei sein!

Am Sonntag, 20. Februar, 11.00 Uhr laden Theater&Philharmonie Thüringen und die Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umgebung e.V. zu einem Theaterfrühstück ins Heizhaus ein. Anlass ist die Premiere der Oper »Wallenstein« von Jaromír Weinberger. Dessen 1927 uraufgeführte Volksoper »Schwanda der Dudelsackpfeifer« wurde damals zu einem der größten internationalen Erfolge und erlebte umjubelte Aufführungen u.a. in München, Dresden, Wien (Staatsoper), New York (Metropolitan Opera), London (Covent Garden Opera) und Buenos Aires (Teatro Colón). In der Spielzeit 1929/30 stand »Schwanda, der Dudelsackpfeifer« auch im Landestheater Altenburg auf dem Spielplan.

Der Oper »Wallenstein« war kein so großer Erfolg beschieden. Zum Zeitpunkt der Uraufführung an der Wiener Staatsoper im November 1937 war der jüdische Komponist in Nazi-Deutschland bereits mit einem Aufführungsverbot belegt; dem Holocaust entkam er durch die Flucht in die USA. Nach dem Anschluss Österreichs durfte auch diese auf Friedrich Schillers Dramen-Trilogie beruhende Oper nicht mehr gespielt werden.

Mit großem regionalem und überregionalem Interesse und enthusiastischen Kritiken wurde in der vergangenen Spielzeit die Deutsche Erstaufführung der musikalischen Tragödie in sechs Bildern an den Bühnen der Stadt Gera aufgenommen. In Wien plant man, angeregt durch diesen Erfolg, in der kommenden Spielzeit eine Neuproduktion des »Wallenstein«. Ab dem 27. Februar 2011 wird die Oper in der Inszenierung von Matthias Oldag in Altenburg zu sehen sein. Im Rahmen des von Musikdramaturg Felix Eckerle moderierten Theaterfrühstücks geben Matthias Oldag und Teruhiko Komori, Darsteller der Titelpartie, Auskunft zur Oper, deren historische und musikhistorische Hintergründe und zur Inszenierung. Außerdem wird Teruhiko Komori eine musikalische Kostprobe geben.

Zur Premiere „Aschenputtel“ lädt das Kinder- und Jugendballett am Sonntag, 20. Februar, um 16 Uhr ins Landestheater Altenburg ein. Seit Mai 2010 erarbeitet das 55-köpfige Ensemble des unter der künstlerischen Gesamtleitung von Julia Veigel eine eigene Fassung des 1945 uraufgeführten Balletts von Sergej Prokofjew. Für die Choreographie zeichnen Julia Veigel und Heike Kley verantwortlich.

In Anlehnung an das Märchen der Brüder Grimm wird die zauberhafte Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, das von seinen Stiefschwestern und der Stiefmutter schlecht behandelt wird und von der guten Fee und deren zahlreichen Gehilfen die Chance bekommt, auf den Ball des Prinzen zu gehen. Punkt Mitternacht muss Aschenputtel das Fest aber verlassen, da der Zauber der Fee endet. Beim Weglaufen verliert Aschenputtel einen Schuh, den der verliebte Prinz findet. Er macht sich auf die Suche nach dem Mädchen, dessen Fuß in diesen Schuh passt. Und ein Märchen wäre kein Märchen, wenn am Ende nicht alles gut ausginge. Karten sind noch erhältlich.

 

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