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| 14.-16.01.-Theatertipps zum Wochenende |
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Gera SCHLAFLOS - Es ist die Zeit, in der wir auf uns selbst geworfen werden und keine Ausreden mehr finden. Es sind diese Stunden der Nacht, in denen wir schlaflos mit uns streiten. Der Tag zieht noch mal an uns vorbei, und von außen ans Fenster klopfen all die verpassten Chancen und nicht erfüllten Hoffnungen. Also wälzen wir uns im Bett wieder auf die andere Seite. Neuer Versuch, gleiche Gedanken. Dabei erfand schon Johann Sebastian Bach wohl das schönste Mittel gegen Schlaflosigkeit. Die bekannten Goldberg-Variationen schrieb der Komponist einst gegen die Schlaflosigkeit. Der Cembalist Goldberg sollte diese musikalische Arznei abendlich seinem Geldgeber verabreichen. Wir wissen nicht, ob es gewirkt hat, aber zumindest können wir Teile dieser wohl besten Komposition präsentieren. Und während das Publikum Olav Kröger noch beim Spielen der Musik zuhört, erfährt es von Anne Keßler ein ganz anderes Rezept gegen dieses nächtliche Übel: Das Problem erkennen, benennen und neue Pläne und gute Vorsätze für morgen machen. Regie und Text: Amina Gusner. PROJEKT ADONIS - Was macht glücklich? Werde ich begehrenswert, wenn ich schön bin und werde ich glücklich, wenn ich begehrt werde? Und was kann man dafür tun, ganz schön begehrt zu werden? Wie soll mein Leben und wie soll ich aussehen? Ist es überhaupt Aussehen, was ausmacht oder geht es doch um innere Werte, innere Schönheit und sonstige Innereien? Ist Image vielleicht doch nur alles und den Rest kriegt keiner mit? Ein junger Mann sucht nach den großen Antworten auf die kleinen Fragen seines Lebens. Der Verlust der Geliebten erzwingt grundsätzliche Fragen nach dem Wozu und dem Wohin des Lebens. Verschiedene Modelle und Möglichkeiten werden zitiert, überprüft und verworfen. Das Leben noch jung und die Beziehung schon hin. Das Ziel ist klar: Projekt Adonis! Regie: Helen Schröder. Als erwachsener Nils Holgersson lässt Puppenspieler Jochen Haferburg die phantastische Geschichte aus seiner Kindheit mit den Spielzeugfiguren und Gegenständen, die er als Junge liebte, lebendig werden. Der Bauernsohn Nils wurde nämlich in ein Geschöpf winzig wie ein Wichtelmännchen verwandelt, weil er die Tiere auf dem Bauernhof schlecht behandelte. Deshalb will ihm auch keiner helfen, wieder groß und für die Kleinen gefährlich zu werden. Er muss das Wichtelmännchen finden. Als Martin, der Gänserich vom Hof, sich einer Schar von Wildgänsen anschließt, nutzt Nils seine Chance. Er springt auf Martins Rücken. Sie fliegen mit den Wildgänsen durch Schweden bis hoch in den Norden des Landes. Auf dieser wundersamen Reise macht der kleine Nils viele Erfahrungen, die ihn verändern. Ausgangssituation ist ein Haftraum während eines Stromausfalls. Alle Bewohner sind gelangweilt und träge. Was mit dieser Zeit anfangen? Fernsehen geht ja nicht! Lesen? Sie entschließen sich, Theater zu spielen, und natürlich muss das Stück von einem ganz Großen sein. Also geht nur Goethe. Während der einzelnen Szenen kehren die Akteure immer wieder in den Haftraum und in ihre Haftsituation zurück. Aber das Spiel bindet sie. Der Vertrag mit Mephisto wird geschlossen, Auerbachs Keller besucht, die Hexe verjüngt den Helden und natürlich verliebt sich Faust in Gretchen. Die Inhaftierten reflektieren ihre Lebenslage und lassen an ihren Sehnsüchten teilhaben. Während der Proben vertieften bzw. erneuerten sie ihre soziale Kompetenz. Sie rangen mit dem Originaltext, philosophierten über das Leben und setzten sich kritisch mit ihrer Vergangenheit und deren Auswirkungen auseinander und erlebten „Kunst als Oase“. Sie entflohen ihrem Alltag durch Theater spielen und entdeckten einen neuen Raum für sich. Nach der Vorstellung gegen 18.00 Uhr wird es ein Nachgespräch mit den Beteiligten geben. Auf dem Programm stehen Sätze aus Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart, aus Joseph Schuberts Konzert für Viola und Orchester und Anatoli Komarowskis Violinkonzert Nr. 1. Passend zur Jahreszeit findet man auch Leopold Mozarts „Musikalische Schlittenfahrt“ auf dem Programm und zum Abschluss erklingt Joseph Haydns Violoncellokonzert D-Dur. Karten sind an der Theaterkasse erhältlich. Das Konzert wie auch die Puppentheatervorstellungen sind in der Flatrate inbegriffen – das bedeutet wer eine Flatratecard erworben hat, hat auch jedes Konzert „Klassik bei Kerzenschein“ in dieser Spielzeit sowie alle Puppentheatervorstellungen bereits bezahlt und muss sich nur noch die Karte an der Theaterkasse aushändigen lassen. Informationen zur Flatrate im Besucherservice. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert unter der Leitung seines 1. Kapellmeisters Jens Troester. Gesangssolist ist der Tenor Michael Siemon aus dem Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen. Dorin Gal entwarf Kostüme und Bühnenbilder, die den altbekannten Stationen der Geschichte – vom Studierzimmer über Gretchens Stube bis hin zu Hexenküche und Walpurgisnacht – eine surreale Note verleihen. Begleiten Sie den ewigen Rebellen Faust, bis am (vorläufigen) Ende seiner Reise der Chor die berühmten Zeilen anstimmt: Alles Vergängliche / Ist nur ein Gleichnis... Der Opernchor von Theater&Philharmonie Thüringen singt in der Einstudierung von Nikolaus Müller. Es tanzt das ThüringenBallett – in den Hauptrollen Viktor Koldamov (Faust), Vitalij Petrov (Mephisto), Alina Dogodina (Gretchen). |
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