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Würdigung ehrenamtlichen Engagements
Die Auszeichnung ehrenamtlich tätiger Persönlichkeiten gehört zu den Höhepunkten des Neujahrsempfangs der Stadt Altenburg. Beim bevorstehenden Empfang, der am 14. Januar (ein Freitag) sein wird, werden diesmal 13 verdiente Bürger geehrt. Eine Jury sichtete vor wenigen Tagen die eingegangenen Vorschläge und wählte 13 Ehrenamtliche aus, die sich in den Bereichen Kultur, Soziales, Sport und Sonstiges engagieren.
Aus der Bevölkerung waren insgesamt 19 Vorschläge eingegangen. Weil zwei Vorschläge auf Personen entfielen, die in den Vorjahren schon einmal geehrt worden waren, blieben 17 Vorschläge, über die die Jurymitglieder beratschlagten. Vier Würdigungen entfallen auf Persönlichkeiten, die sich seit Jahren im Bereich Kultur engagieren. Rolf BräunigAuf Vorschlag des Altenburger Schlossvereins wird der ehemalige Bürgermeister der Stadt, Rolf Bräunig, geehrt.
Die Gründung des Schlossvereins geht auf seine Initiative zurück, als stellvertretender Vorsitzender kümmert er sich in erster Linie um Organisatorisches und hat sich immer wieder als kreativer Impulsgeber eingebracht. Zu seinen erfolgreichen Projekten gehört das Benefizessen, welches im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre rund 10.000 Euro einbrachte, die dem Schloss zugute gekommen sind.
Rolf Bräunig, der im Verein hohes Ansehen genießt, hat in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender mit dazu beigetragen, dass bis heute insgesamt rund 500.000 Euro Spenden eingesammelt wurden, von denen das Schloss und das Schlossmuseum profitierten. Markus TworkFür sein unermüdliches Engagement im Verein „Zeitgeist“ wird Markus Twork, einer der beiden Vorsitzenden, geehrt.
Seit nunmehr fünf Jahren trägt Markus Twork mit seiner ehrenamtlichen Arbeit in dem Kulturverein zur Bereicherung des öffentlichen Lebens der Stadt bei. So hatte er maßgeblichen Anteil am Zustandekommen von Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Aufführungen und zahlreichen Projekten. So lud der Verein zu Lesungen mit renommierten Autoren wie Jana Hensel, zu Workshops und Ausstellungen.
Margarete FuchsDer Regionalverband des Bundes der Vertriebenen schlug Margarete Fuchs für die Ehrung vor. Sie engagiert sich seit 1990 in dem Verein und hat großen Anteil an der Gründung des Trachtenchores. Der Trachtenchor der Vertriebenen steht seit mehreren Jahren unter ihrer Leitung und verfügt über ein umfangreiches Repertoire. Die öffentlichen Auftritte des Chors sind eine Bereicherung.
Margarete Fuchs leistet mit ihrer Arbeit im Chor überdies einen Beitrag zur Pflege des kulturellen Erbes. Eva PommerFür die Ehrung Eva Pommers sprechen mehrere gute Gründe. So ist sie seit 2006 in vielerlei Hinsicht am Erfolg der Künstler- und Wenzelgarde beteiligt, wobei sie bei öffentlichen Aufführungen auch selbst in diverse Rollen schlüpft. Darüber hinaus ist Eva Pommer seit der ersten Spielzeit im Jahr 2005 als ehrenamtliche Mitspielerin beim Prinzenraub dabei.
Schließlich soll mit der Auszeichnung beim Neujahrsempfang auch gewürdigt werden, dass sich Eva Pommer seit etwa 30 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) engagiert. Aus dem Bereich Soziales werden drei Persönlichkeiten geehrt. Ilse DieneltAuf Vorschlag des Kreisverbands der Volkssolidarität wird Ilse Dienelt ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Vorstands der 63 Mitglieder starken Ortsgruppe 4 und engagiert sich vor allem im Einzugsgebiet Sperlingsberg und Umgebung.
Sie leitet andere ehrenamtlich Aktive an und organisiert in dem Wohngebiet Veranstaltungen. Sie leistet viel praktische Hilfe für Bedürftige im Alltag. Heidemarie Lippold Für ihre jahrelange Unterstützung vietnamesischer Bürger wird Heidemarie Lippold geehrt. Seitdem die ehemalige Lehrerin im Ruhestand ist, unterstützt sie aus Vietnam stammende Altenburger unter anderem bei Arztbesuchen und Behördengängen. Mit Kindern übt sie die deutsche Sprache und hilft ihnen bei etwaigen Problemen in der Schule.
So leistet Heidemarie Lippold einen beachtlichen Beitrag zur Integration von Kindern und ganzen Familien und unterstützt überdies Schulen bei ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit. Manfred SeibtAuf Vorschlag des DRK wird Manfred Seibt geehrt. Er arbeitet seit 2005 ehrenamtlich in der Rotkreuzgemeinschaft mit. Nachdem er die entsprechende Qualifikation erworben hatte, führte er in den vergangenen fünf Jahren 136 Erste-Hilfe-Lehrgänge durch. Am 29. April 2010 wurde Manfred Seibt in das ehrenamtliche Präsidium des DRK-Kreisverbands gewählt.
Sein verlässliches Engagement im DRK verdient das Prädikat überdurchschnittlich. Im Bereich Sport wird es ebenfalls drei Ehrungen geben. Sigrid PanataDer Sportverein Aufbau Altenburg schlug Sigrid Panata zur Ehrung vor, die seit 1991 als Übungsleiterin Turnen bei Motor Altenburg aktiv ist. Sigrid Panata arbeitet sehr engagiert mit Kindergartenkindern und bemüht sich, die Jungen und Mädchen nachhaltig für den Sport zu begeistern. Sie koordiniert das Projekt KIGA-Sport in Altenburg.
Dank dieses Projekts haben alle zwölf Kindergärten die Möglichkeit, in den Sporthallen der Stadt eine Art Sportunterricht zu erhalten. Seit 2007 ist Sigrid Panata Abteilungsleiterin Turnen bei Motor Altenburg und trainiert gleichwohl die angehenden Handballer von Aufbau. Bernd SieglSeit 30 Jahren ist Bernd Siegl ehrenamtlicher Übungsleiter der Volleyballabteilung des Vereins Medizin Altenburg.
Seit 1990 besteht überdies eine innige Verbindung zu Volleyballern aus Altenburgs Partnerstadt Offenburg. Bernd Siegl organisiert die jährlichen Treffen mit den Offenburgern, was sehr zeitaufwändig ist. Dabei geht es nicht nur um Sport, die Offenburger lernen auch Kulturelles aus dem Altenburger Land kennen. Olaf LangeDer SV Einheit Altenburg schlug Olaf Lange für die Ehrung vor.
Er ist seit August 1990 im Verein als Freizeitsportler aktiv, in den folgenden Jahren übte er verschiedene Ehrenämter als Trainer aus. Seine Arbeit wurde mehrfach von beachtlichen sportlichen Erfolgen seiner Mannschaften gekrönt. Durch sein kontinuierliches Engagement ist er für viele ein Vorbild. Drei weitere Ehrungen entfallen auf den Bereich Sonstiges. Gerd BöhmeGerd Böhme ist Gründungsmitglied des 1. Altenburger Bürgervereins Süd-Ost und Dichterviertel. Seit Gründung des Vereins im Jahre 1992 gehört er dem Vorstand an und ist verantwortlich für die Betreuung der Senioren.
Sehr aktiv bringt sich Gerd Böhme unter anderem bei der Pflege der Partnerschaft mit dem Arbeitskreis „Offenburger Bürgergemeinschaften“ ein.Olaf KittlausOlaf Kittlaus gehört zu den Gründungsmitgliedern des Kleingartenvereins „Glück Auf Altenburg“. Seit etwa 30 Jahren arbeitet er als Mitglied des Vorstands des Vereins und erwarb sich in dieser Zeit die Achtung und Anerkennung der Gartenfreunde, die ihn zum zweiten Vorsitzenden wählten. Obwohl Olaf Kittlaus voll berufstätig ist und im Schichtdienst arbeitet, hat er stets ein offenes Ohr für die Vereinsmitglieder.
In erster Linie ist er für die Wasserversorgung der Anlage, die 136 Parzellen hat, verantwortlich. Konrad ZineckerSeit 1967 ist Konrad Zinecker Mitglied der Kleingartenanlage „Alexander Puschkin“. 1989 wurde er zum Vorsitzenden des Vereins gewählt und übt dieses Ehrenamt bis heute aus. Dank seines Engagements wurde viel erreicht. In einem Regionalwettbewerb belegte die Kleingartenanlage im Jahr 2000 den ersten Platz, und in einem Wettbewerb des Landesverbandes Thüringen der Gartenfreunde im Jahr 2001 den zweiten Platz.
Die Ehrung der 13 Persönlichkeiten erfolgt wie eingangs erwähnt im Rahmen des Neujahrsempfangs am 14. Januar. Sie erhalten neben einer Urkunde ein Präsent sowie einen Blumenstrauß. Mit der öffentlichen Würdigung will die Stadt den ehrenamtlich tätigen Bürgern für die erbrachten Leistungen danken und zugleich andere ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl zu engagieren.
Gez. Bettels, 6. Januar 2011 |