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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender Dezember 2010 03.-05.12.-Theatertipps zum Wochenende
03.-05.12.-Theatertipps zum Wochenende

WEIHNACHTSBACKMASCHINE wird im Puppentheater angeworfen!
Gera
Ein Wiedersehen mit Günter Matthes gibt es an diesem Wochenende in der Bühne am Park. 26 Jahre war der beliebte Schauspieler fest in Gera engagiert und hat in dieser Zeit die Herzen des Publikums erobert. Seine 75 Jahre merkt man ihm übrigens nicht an. Das 50-jährige Bühnenjubiläum konnte Matthes 2008 mit einer Vorstellung von „Die Sternstunde des Josef Bieder“ feiern. Jetzt kehrt er am Freitag, 3. Dezember, noch einmal als Josef Bieder auf die Bühne zurück.

Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Die Revue von Eberhard Streul wurde 1992 in Klagenfurt uraufgeführt. Zum Plot: Der Requisiteur Joseph Bieder sieht sich durch einen Fehler in der Theaterdisposition plötzlich einem voll besetzten Zuschauerraum gegenüber und fühlt sich verpflichtet, das Publikum zu unterhalten. Nach anfänglichen Ängsten wird es sein Abend. Seine Träume werden wahr. Das Theaterblut bricht sich Bahn … Ein Wiedersehen gibt es auch mit Günter Schimm – inzwischen ebenfalls im Ruhestand -, der Günter Matthes am Klavier begleitet.

„Die Weihnachtsgeschichte der Christen und die Backmaschine“ steht am Samstag 16 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr und 16 Uhr auf dem Spielplan des Puppentheaters in Gera. Auch am Nikolaustag, 6. Dezember, gibt es gleich zwei Vorstellungen um 10 und um 16 Uhr. Es empfiehlt sich, die Karten vorzubestellen!

Unter Verwendung der lithografischen Bilder von Norbert Pohl erzählen die Puppenspieler Marcella von Jan und Mathias Lenz „Die Weihnachtsgeschichte der Christen“ nach den Evangelisten Lukas und Matthäus in Reime gesetzt von Jürgen Rennert. Die biblische Weihnachtsgeschichte wird im Puppentheater erlebbar. Es wird zum Zuhören oder auch Mitsingen eingeladen - und am Ende gibt es was zu kosten aus der Weihnachtsbackmaschine. Die Ausstattung schuf Jan Hofmann. Er hat auch die raffinierte Backmaschine gebaut. Regie führte Astrid Griesbach.

Die TheaterFABRIK lädt in der Vorweihnachtszeit zu „Die wunderbaren Reisen des Marco Polo“ - ein theatrales Abenteuer voller Bilder für alle ab 7 Jahren in die Tonhalle ein. Premiere ist am 4. Dezember 19.30 Uhr, die zweite Vorstellung am 5. Dezember um 16 Uhr. Marco Polo, seines Zeichens venezianischer Seefahrer des 13. Jahrhunderts, der es schaffte bis nach Peking zu reisen und sich damit in den Geschichtsunterricht heutiger Generationen neben Columbus und Magellan platzierte, ist auch in dem illustrierten Kinderbuch von Anke Dörrzapf und Claudia Lieb wieder zu ?nden und wird damit Held der Inszenierung.

Das Stück ist tatsächlich wunderbar. Sechs junge Spielerinnen und Spieler begeben sich unter der Leitung von Svenja Wolff auf Marcos Reise und versuchen, diese auf ihre Art nachzuemp?nden - mit Worten und Bildern von heute. Sie wollen Marco Polos Geschichte erzählen. Wer war das überhaupt? Einer, der es geschafft hat, zu Fuß, zu Pferd und zu Kamel von Venedig bis nach China zu reisen. Und nicht nur das – er hat am Hof des Mongolenherrschers Kublai Khan viele Jahre verbracht und sogar die gefährliche Heimfahrt per Schiff überlebt. Dabei werden sie von Romy Krüger unterstützt, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Hochschule für Bildende Künste Dresden das Bühnenbild gestaltet hat.

Zu einem „Vorweihnachtlichen Benefizkonzert“ mit dem Konzertchor des Goethe-Gymnasiums unter Leitung von Christain Frank. lädt die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Samstag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr, in den Konzertsaal ein.
Auf dem Programm stehen Werke von Ruth Zechlin (1926-2007), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Antonio Vivaldi (1678-1741), Robert Schumann (1810-1856), Max Reger (1873-1916) u.a. sowie WEihnachtslieder An der Orgel Sieghart Zitzmann zu erleben. Außerdem wirken mit Cornelius Herrmann (Violoncello) und Benjamin Stielau (Klavier).
Zurzeit gehören zum gemischten Jugendchor 60 Sängerinnen und Sänger.

Am Samstag um 19.30 Uhr ist unwiderruflich letzte Gelegenheit „Ninotschka“ in der Bühne am Park zu treffen. Die turbulente Komödie von Melchior Lengyel steht zum letzten Mal auf dem Spielplan. Handlungsort ist ein Grandhotel in Paris. Ein Gemälde von Rembrandt ist der Grund, dass dort Russen verschiedenster Couleur aufeinander treffen. Der Rembrandt - im Besitz der emigrierten russischen Fürstin Tatjana (Mechthild Scrobanita) - soll in die Sowjetunion zurück. Die Geheimdienstler Mamajew (Manuel Kressin), Yakuskin (Peter Prautsch), Bibinski (Matthias Ransberger) sind beauftragt worden, ihr das Bild abzunehmen. Doch Monsieur Léon (David Lukowczyk) kümmert sich für Tatjana darum, dass die drei ihren Auftrag nicht erfüllen, indem er für „Pariser Leben“ sorgt. Als Bild und Geheimdienstler zu lange ausbleiben, schickt der KGB die Sonderbeauftragte Ninotschka (Judith Mauthe) hinterher. Die Angst vor Sibirien ist alles andere als unbegründet. Doch die überzeugte Kommunistin entdeckt die Liebe … Was letztlich aber mit dem Bild und den Menschen geschieht, muss man sich selbst anschauen.

„Warum Frauen klüger sind und Männer es nicht wahrhaben wollen“ nennt Birgit Scherzer ihr Tanzstück, das am Sonntag, 5. Dezember, um 14.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt gezeigt wird. Das ThüringenBallett nimmt sich Shakespeares wohl wortgewaltigste Komödie „Viel Lärm um nichts“ vor und schafft es, sie in der Sprache des Tanzes zu erzählen. Wenn es um Männer und Frauen geht, geht es natürlich um die Liebe! Bereits 13.45 Uhr gibt Dramaturg Thomas Emmert eine Einführung im Konzertsaal.

Altenburg
Einen Gruß aus Armenien entbietet das 3. Philharmonische Konzert am 3. Dezember im Landestheater Altenburg den Konzertfreunden. Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Leitung des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera übernimmt der junge Armenier Ruben Gazarian, der um 18.45 Uhr bereits zur Einführung einlädt.
Eingerahmt von Ballettmusik des armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan werden in diesem Konzert Werke zweier der bedeutendsten russischen Komponisten – Dmitri Schostakowitschs opulente Jazz-Suite Nr. 2 in Auszügen und Alexander Borodins 2. Sinfonie – erklingen.

Zur Operette wird am Samstag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr ins Landestheater eingeladen. „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán erwartet mit ungarischem Esprit und in weihnachtlichem Ambiente das Publikum. Man darf sich auf eine turbulente und zuweilen sentimentale Handlung, temperamentvolle Tanzeinlagen und eine opulente Ausstattung – eine echte »Winter-Revue« im besten und doppelten Sinne freuen, denn Regie führte Matthias Winter. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Thomas Wicklein. Noch sind einige Karten erhältlich.

„Die Schneekönigin“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen steht am Sonntag um 17 Uhr auf dem Spielplan im Landestheater. Wie schön ist der Winter, wenn man Schneeballschlachten veranstalten und Schneemänner bauen kann! Gut eingepackt in der Eiseskälte toben Gerda und Kay mit ihren Freunden; auf einmal ist Gerdas bester Freund weg, von Kay fehlt jede Spur. Es geht das Gerücht, er könne hoch oben im Norden bei der Schneekönigin sein. Gerda macht sich auf die Suche … Elmar und Hannelore Gehlen haben eine klare und doch poetische Bearbeitung des Kunstmärchens geschaffen, in dem die beiden Raben Schnipp und Schnapp eine wichtige Rolle spielen. Einige Karten sind noch erhältlich.

Zu einem besonderen Abend lädt das Schauspiel am Sonntag um 19.30 Uhr ins Heizhaus ein: Seien Sie Anne Keßlers Gast und seien Sie mit ihr … schlaflos in Altenburg. Am Klavier: Olav Kröger. Regie führt Schauspieldirektorin Amina Gusner, für die Dramaturgie zeichnet Lennart Naujoks.
Es ist die Zeit, in der wir auf uns selbst geworfen werden und wir keine Ausreden mehr finden. Es sind diese Stunden der Nacht, in denen wir schlaflos mit uns streiten. Der Tag zieht noch mal an uns vorbei, und von außen ans Fenster klopfen all die verpassten Chancen und nicht erfüllten Hoffnungen. Also wälzen wir uns im Bett wieder auf die andere Seite. Neuer Versuch, gleiche Gedanken. Dabei erfand schon Johann Sebastian Bach wohl das schönste Mittel gegen Schlaflosigkeit. Die bekannten Goldberg-Variationen schrieb der Komponist einst gegen die Schlaflosigkeit. Der Cembalist Goldberg sollte diese musikalische Arznei abendlich seinem Geldgeber verabreichen. Wir wissen nicht, ob es gewirkt hat, aber zumindest können wir Teile dieser wohl besten Komposition präsentieren. Und während das Publikum Olav Kröger noch beim Spielen der Musik zuhört, erfährt es von Anne Keßler ein ganz anderes Rezept gegen dieses nächtliche Übel: Das Problem erkennen, benennen und Pfannkuchen machen. Ab einer bestimmten Uhrzeit bleibt eben nur noch eines zu tun: den Kühlschrank plündern, Bach hören und Pläne, gute Vorsätze und Hoffnungen für morgen machen.

 

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