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Singende Bäcker, kluge Hausfrauen„Oh es riecht gut, oh es riecht fein“ – so lautet der Titel der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Altenburger Schlossmuseum. In wenigen Tagen ist es schon wieder soweit. Am 1. Advent, Sonntag, 28. November, pünktlich um 14 Uhr geht es los. In diesem Jahr stehen das professionelle und das häusliche Backen im Fokus der Schau. Zudem wird die Bäckerinnung zu Altenburg 475 Jahre alt.
Zahlreiche Akten, Zunftordnungen und kuriose Streitfälle belegen die Tradition des alten Handwerkes für Altenburg bis zum heutigen Tage. Bäckereien in und um Altenburg stellten Meisterbriefe, Backformen, Teigschneider, Schokoladengussformen, Spekulatiusmodeln und vieles mehr zur Verfügung. Eine improvisierte Backstube aus dem 19. Jahrhundert gibt einen Einblick in das Alltagsleben der Meister und deren Gesellen.
Auch der einzige Konditor der Innung, Kay Melwitz vom traditionsreichen Kaffeehaus Volkstädt, stellt für die Ausstellung Kaffeegedecke, Speisekarten aus dem Teehaus und eine Sitzgruppe aus dem Café zur Verfügung. Allerdings wird das Geheimnis der berühmten Bissértorte nicht preisgegeben!Überdies kommt die Weihnachtsbäckerei zu Hause in der Ausstellung nicht zu kurz. Backformen, Küchenmaschinen, Ausstechformen und Küchenwäsche, Überhandtücher bestickt mit Sinnsprüchen wie „Eigener Herd ist Goldes wert“ und „Ist die Hausfrau klug und weise, backt des Gatten Lieblingsspeise,“ gilt es zu entdecken. Auch die kleinen Besucher kommen auf ihre Kosten.
Spielzeug, wie Puppenküchen, Herde, Backstuben, Küchenmöbel, Geschirr und die Rubrik „Backen im Märchen“, Fibeln, Schulbücher, „Frösi“ und Bummihefte werden nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen.Viele private Leihgeber, das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Blankenhain, die Kunstsammlungen Zwickau, das Thüringische Staatsarchiv, das Stadtarchiv und der Geschichtsverein Dobitzschen stellten Exponate zur Verfügung. Alte Koch-, Back- und Haushaltsbücher und handschriftliche Rezepte gaben nach dem Aufruf in der Presse viele Altenburger ab.
Diese werden jetzt in einer Extraausstellung in den Residenzräumen gezeigt. Also, den ersten Advent sollte man unbedingt vormerken. Der Bäckergesangsverein 1904 Crimmitschau, 25 Herren, alle im Bäckerhandwerk tätig, werden die Eröffnung musikalisch begleiten. Die Weihnachtsausstellung ist bis zum 31. Januar, dienstags bis sonntags in der Zeit von 9.30 Uhr bis 17 Uhr zu sehen. Während der Adventssonntage sind ab 14 Uhr weihnachtliche Nachmittage mit Führungen und thematischen Basteleien vorgesehen. Das Museumscafé ist geöffnet.Für alle Berufstätigen gilt im Dezember an den Freitagen ab 14 Uhr die Devise: Die Woche bei einer Tasse Kaffee und einer Kurzführung in der Weihnachtsausstellung ausklingen lassen. Die Termine: 9., 10. und 17. Dezember.
Selbstverständlich gilt dieses Angebot auch für Firmenweihnachtsfeiern. Hierbei ist eine rechtzeitige Terminvereinbarung nötig. Zur öffentlichen Sonntagsführung am 2. Feiertag, 26. Dezember 2010, stellt Uta Künzl alte Koch- und Backbücher vor.Für Kindergartengruppen und Grundschüler ist ein museumspädagogisches Programm vorbereitet. Fragen werden gern am Servicetelefon (03447) 512712 beantwortet.Während der Feiertage ist das Schloss- und Spielkartenmuseum wie folgt geöffnet: 1. Feiertag, 25. 12.: 13 bis 17 Uhr,2. Feiertag, 26. 12.: 9.30 bis 17 Uhr,Silvester, 31. 12.: 9.30 bis 15 Uhr.Am 24.12. und am 1.1.2011 bleibt das Museum geschlossen. |