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Startseite Freizeit Veranstaltungskalender November 2010 19. - 21.11.-Theatertipps zum Wochenende
19. - 21.11.-Theatertipps zum Wochenende

Altenburg
Gleich drei Premieren stehen an diesem Wochenende in Altenburg auf dem Programm.
Mit Shakespeares „Romeo und Julia“ startet das Schauspielensemble am Freitag, 19. November, um 19.30 Uhr im Heizhaus ins Premierenwochenende. Den Klassiker inszeniert der junge Regisseur Pedro Martins Beja (Jg. 1978). Es spielen Jochen Paletschek (Romeo), Judith Mauthe (Julia), Heiko Senst, Peter Prautsch, Henning Bäcker, Manuel Kressin, Anne Keßler. Die Ausstattung entwirft Sophie du Vinage. „Romeo und Julia“ ist der kompromisslose Kampf eines jungen Paares um Selbstbehauptung und Selbsterfahrung gegen eine Welt, die scheinbar für jede Gelegenheit ein ganzes Paket an fertigen Verhaltensregeln und Konventionen bereit hält. Immer größer und stärker müssen die Beweise ihrer Liebe werden, damit sie den Metastasen der Gewalt um sie herum etwas entgegen halten können. Die Dynamik überschlägt sich immer weiter und steuert unweigerlich auf ihr tragisches Ende zu – bis sich die Gewaltspirale nicht mehr aufhalten lässt.

Am Samstag, 20. November, um 16.00 Uhr erobern „Der Großvater und das Rübchen“ die Puppentheaterbühne im Theater unterm Dach. Jens Hellwig inszenierte das Puppenspiel nach dem russischen Volksmärchen, das bekanntlich so beginnt: „Großvater hat ein Rübchen gesteckt und spricht zu ihm: Wachse, mein Rübchen, wachse, werde süß!“ Tja, das Rübchen wächst und wächst, wird groß und süß, und als der Großvater es herausziehen will, ist das Rübchen eine richtig große Rübe und lässt sich nicht allein ernten. Da braucht es viele Hände, denn wenn viele an einem Strang ziehen, ist der Erfolg nicht weit. Lys Schubert spielt das Märchen für Kinder ab 4 Jahre. Die nächste Vorstellung nach der Premiere ist gleich am Sonntag 10.00 Uhr.

»Rund um den Zuckerhut« - unter diesem Motto tritt Theater&Philharmonie Thüringen mit seinem Publikum am Samstag um 19.30 Uhr erstmals eine musikalische Reise durch Lateinamerika an, von Mexiko nach Feuerland und vom Pazifik über die Anden und durch den tropischen Regenwald zur Copacabana. Dabei kann man sich bequem im Theatersaal zurücklehnen und genießen. Günter Markwarth führt mit charmantem Humor durch das Programm und gibt den zuverlässigen Reisebegleiter zu Land, zu Wasser und in der Luft. Ob voll überschwänglicher Lebensfreude oder in verträumter Melancholie, ob erotisch-lasziv oder mit Humor, der südamerikanische Kontinent hat musikalisch einiges zu bieten: Tango, Rumba, aparte Orchesterwerke, gefühlvolle Arien und reißerische Musicalhits, geschrieben von europäischen oder südamerikanischen Komponisten, die sich stets gegenseitig beeinflussten, wie beispielsweise Heitor Villa-Lobos, Astor Piazzolla, Alberto Ginastera, Darius Milhaud,George Gershwin oder Andrew Lloyd Webber.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung seines 1. Kapellmeisters Jens Troester spielt schwungvolle Titel wie »Tango Jalousie«, »Yo soy María«, »Le bœuf sur le toit«, »Oblivion«, »Tico tico« oder »La Cumparsita«. Die Sopranistin Katrin Strocka interpretiert einige der schönsten und eingängigsten Melodien gefühlvoll und ausdrucksstark, so u.a. das bekannte »Don´t cry for me, Argentina« aus dem Musical „Evita“. Tanzpaare der Tanzschule Schaller sorgen für den Augenschmaus. Für die szenische Einrichtung zeichnet Cornelia Poppe verantwortlich, für die Ausstattung Hilke Förster. Das Programm zusammengestellt haben Dramaturg Felix Eckerle und Kapellmeister Jens Troester. Karten sind noch erhältlich!

Das besonders beliebte traditionelle THEATERFRÜHSTÜCK zur Vorstellung des Weihnachtsmärchens findet in diesem Jahr am Sonntag, 21. November, um 11.00 Uhr im Heizhaus statt. Der Eintritt ist frei! Einzug hält DIE SCHNEEKÖNIGIN mit großem Gefolge. Regie bei diesem Stück nach dem Märchen von Hans Christian Andersen führt Angelika Zacek, für die Dramaturgie ist Anne-Sylvie König verantwortlich. An diesem Vormittag wird das Publikum schon zwei Szenen sehen und ein paar Songs – am Klavier Olav Kröger – hören können. Am Ende wird gemeinsam mit den Kindern gespielt. Sicher sind alle sehr gespannt, ob es dem Theaterverein wieder gelungen ist, für eine süße Überraschung zu sorgen.

Mehr als 2000 Jahre nach Christi Geburt hat sich Gregor Seyffert in seinem Ballett »Menschensohn« auf Spurensuche begeben und ein beeindruckendes Bühnenwerk über das Leben des Jesus von Nazareth mit großen Effekten geschaffen. Dem namhaften Choreografen geht es um Propheten schlechthin, denen die Menschheit nicht glaubt, die sich vergebens geopfert haben. Verbündet hat er sich dazu mit Klaus Kinski. Er bezieht dessen Vortrag »Jesus Christus Erlöser« in seine Inszenierung ein. Beide Künstler suchen den Menschensohn jenseits vom etablierten Glauben eines verzerrenden Establishments. Für die Vorstellung am Sonntag, 21. November, um 19.30 Uhr im Landestheater sind noch Karten zu haben. Dazu gibt es Klänge von Apocalyptica, Tyler Bates, René Dupéré, Enya, Les Tambours du Bronx, Karl Jenkins und Peter Gabriel.

Gera
Nach dem großen Premierenerfolg steht die zweite Aufführung des neuen Balletts „Warum Frauen klüger sind und Männer das nicht wahrhaben wollen“ am Freitag, 19. November, um 19.30 Uhr, auf dem Spielplan im Großen Haus Gera. Der Choreografin Birgit Scherzer ist eine wahrhafte Komödie gelungen. Es gibt viel zu lachen und dem ThüringenBallett ist der Spaß an der Geschichte anzumerken. Die von Shakespeare in „Viel Lärm um nichts“ mit bitterbösem Humor beschriebene Oberflächlichkeit in der Gesellschaft ist heute noch genauso aktuell wie zur Entstehungszeit der Komödie an der Schwelle vom 16. zum 17. Jahrhundert. Die Grenzen zwischen Realem und Gespieltem verschwimmen, die Show bestimmt den Tag. Da geht es um Macho-Gehabe, um Ehre und natürlich um die Liebe, die sich in einer kriegerischen Männerwelt behaupten muss. Um 18.45 Uhr gibt Dramaturg Thomas Emmert im Konzertsaal eine Einführung

Am Samstag, 20. November, um 19.30 Uhr wird in der Bühne am Park „Mütter und Männer“ in dieser Spielzeit wiederaufgenommen. Schauspieldirektorin Amina Gusner und Chefdramaturgin Anne-Sylvie König haben in ihrer Textmontage ihren Mitmenschen nicht nur aufs Maul geschaut, sie haben sie quasi bei ihrer ganzen kratzbürstigen Hilflosigkeit gegenüber den Zumutungen modernen Lebens erwischt. Wie in ein Haus mit vielen erleuchteten Fenstern sieht der Zuschauer in Schlaglichtern parallel in das Leben von Menschen in einer Großstadt. „Es ist nicht schön allein zu sein!“ – hört man hinter den Scheiben die Protagonisten sagen, die sich trennen und verbinden, nach der Vergangenheit sehnen, von der Zukunft träumen, dem Alltag entfliehen wollen und trotzdem tapfer ihre täglichen Routinerunden drehen. Mit Humor, liebevoll, in mikroskopischer Schärfe, im Weitwinkel und in Nahaufnahmen wird auf Wünsche, Ängste und Muster-Programme von vier vitalen Einzelkämpfern heute geschaut. Erzählt wird in einer musikalischen Collage von denen, die ausbrechen möchten aus dem Laufrad der Leistungsorientierung. Es spielen Anne Keßler, Judith Mauthe, Heiko Senst und Frank Voigtmann.

Das Puppentheater zeigt zum Totensonntag um 10.00 Uhr im Haus am Gustav Hennig-Platz „Hat Opa einen Anzug an?“ Die Geschichte um den Tod eines geliebten Opas wendet sich an Kinder ab 5 Jahre und ihre Eltern bzw. Erzieher, die den Verlust eines geliebten Menschen erfahren haben und gemeinsam verarbeiten mussten. Dabei kann das Stück nach dem Kinderbuch von Amelie Fried eine gute Hilfe sein.

Die Vorstellungen in den kleinen Spielstätten – einschließlich Puppentheatervorstellungen – sind in der Flatrate inbegriffen!

Am Sonntag, 21. November, um 11.00 Uhr lädt Dramaturg Felix Eckerle zu einer MATINEE in den Konzertsaal ein. Der Eintritt ist frei! Regisseur Ansgar Weigner, Bühnen- und Kostümbildner Duncan Haylor und die Solisten Julia Sophie Wagner (Königin der Nacht) und Stephan Zenkl (Papageno) wollen dem Publikum knapp eine Woche vor der Premiere von Mozarts „Zauberflöte“ am 26. November einen Vorgeschmack auf die Inszenierung geben.
Die Premiere sowie die zweite Vorstellung am 10. Dezember sind bereits fast ausverkauft.

Kartenreservierungen telefonisch unter 03447-585160 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

 

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