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Ballett-Uraufführung, Mozart-Requiem, 20 Jahre Theatergesellschaft Gera Gera „Warum Frauen klüger sind und Männer es nicht wahrhaben wollen“ nennt Birgit Scherzer ihr neues Tanzstück, das am Freitag, 5. November, um 19.30 Uhr seine Uraufführung an den Bühnen der Stadt Gera erlebt. Der Titel reizt sicher beiderlei Geschlechter! Das ThüringenBallett wagt sich damit an Shakespeares wohl wortgewaltigste Komödie „Viel Lärm um nichts“. Und wenn es um Männer und Frauen geht, geht es natürlich auch um die Liebe! Birgit Scherzer, international erfolgreiche Choreografin und Regisseurin mit erzgebirgischen Wurzeln, zeigt, wie körperlich Sprache und Intention Shakespeares sind, wie Männer und Frauen einander begegneten und begegnen und wie aktuell der Stoff nach nahezu 400 Jahren noch ist. Karten sind noch erhältlich! Bereits 18.45 Uhr gibt Dramaturg Thomas Emmert eine Einführung im Konzertsaal.
Am 6. November begeht die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem Festakt in der Bühne am Park. 1990 wurde die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. als erste Theaterfördergesellschaft in den neuen Ländern gegründet. Seit ihrem Bestehen konnte sie den Bühnen der Stadt Gera Spenden im Werte von 280.000 Euro übergeben. Dazu gehören u. a. die Bestuhlung des Theatersaales und der neuen Bühne am Park, zwei Theatervorhänge, Videotechnik und Orchesterstühle. Die ideellen Werte, die von der Gesellschaft ausgingen, sind nicht in Zahlen ausdrückbar. Mit voller Kraft setzt sich die Gesellschaft für den Erhalt des Mehrspartentheaters ein. Theater&Philharmonie Thüringen gratuliert um 16.00 Uhr ganz herzlich zum 20-jährigen Bestehen mit einem unterhaltsamen musikalischen Programm. Für diese Veranstaltung sind keine Karten mehr erhältlich.
Am Samstag um 19.30 Uhr laden Philharmonischer Chor und das Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera in den Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera ein. Auf dem Programm des Konzertes steht Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem d-Moll KV 626. Wie »Die Zauberflöte«, so stammt das Requiem d-Moll aus dem Jahr 1791, Mozarts Todesjahr. Es ist seine letzte Komposition. Da es sich um ein Auftragswerk handelte, vervollständigten Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, Schüler von Mozart, das Requiem im Auftrag von Constanze Mozart, der Witwe des Komponisten. Das Requiem erfreut sich großer Beliebtheit, gleichermaßen in Kirchen wie in Konzertsälen. Der Philharmonische Chor Gera ist erstmals unter der Leitung des neuen Chordirektors Ueli Häsler zu erleben. Die Solisten sind Katrin Strocka (Sopran), Marie-Luise Dreßen (Mezzosopran), Michael Siemon (Tenor) und Bernhard Hänsch (Bass). Der Aufführung des Mozarts-Requiems wird Franz Schuberts 7. Sinfonie h-Moll D 759 (»Unvollendete«) vorangestellt. Schuberts unvollendete Sinfonie besteht aus zwei meisterhaft komponierten Sätzen, die der Öffentlichkeit erst lange nach dem Tod des Komponisten 1828 bekannt wurden. Die bis heute ungebrochene Popularität des Werkes - die Unvollendete gehört zu den meistgespielten Sinfonien überhaupt - ist nicht nur auf die ausdrucksstarke, souverän komponierte Musik zurückzuführen, sondern auch auf das Mysterium des Fragments.
Premiere ist am 6. November um 19.30 Uhr in der Tonhalle. Die TheaterFABRIK zeigt nach einem Roman von Katarina von Bredow „Ludvig“ und greift damit das Thema Inzest auf. Zimmer an Zimmer, nur getrennt durch eine dünne Wand, leben Amanda und Ludvig. Als Geschwister miteinander aufgewachsen, sehen sie sich mit ihren aufkeimenden Gefühlen füreinander konfrontiert. Regie führt TheaterFABRIK-Leiterin Tabea Hörnlein. Die nächste Vorstellung gleich am Sonntag19.30 Uhr.
Nach dem großen Erfolg zur Premiere steht am Sonntag, 7. November, um 14.30 Uhr die zweite Vorstellung von Engelbert Humperdincks unverwüstlicher Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf dem Spielplan im Großen Haus der Bühnen der Stadt. Einige Karten sind noch erhältlich. In Carin Marquardts Inszenierung und Manfred Karderks phantasievoller Ausstattung werden die Geschwister von der Mutter zur Strafe in den Keller gesperrt. Dort erträumen sie sich eine Welt aus Stricknadeln, Wollknäueln, Riesentorte und einem Kaufmannsladen mit Schubladen, die alles enthalten, was ein Kinderherz begehrt. Katrin Strocka singt die Partie der Gretel. Marie-Luise Dreßen steht ihr als Hänsel zur Seite. Gemeinsam mit Susanne Gasch (Mutter), Teruhiko Komori (Vater), Günter Markwarth (Hexe), Paula Rummel (Taumännchen) und Hannah Schlott (Sandmännchen) steht selbstverständlich auch der Kinderchor von Theater&Philharmonie Thüringen auf der Bühne des Landestheaters. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Thomas Wicklein.
Altenburg Zum vorletzten Mal steht Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“ am Freitag, 5. November, um 19.30 Uhr, auf dem Spielplan im Landestheater. Seit November 2007 behauptet sich Matthias Winters Inszenierung auf dem Spielplan von Theater&Philharmonie Thüringen. In 25 Vorstellungen sahen bisher über 10.000 Besucher die Komische Oper. Die Geschichte führt auf eine Schiffswerft im holländischen Saardam: Der russische Zar Peter I. arbeitet dort inkognito als Zimmermannsgeselle unter dem Namen Peter Michailow, um sich mit den Techniken des Schiffbaus vertraut zu machen. Er freundet sich mit Peter Iwanow an, einem russischen Deserteur, der auch Zimmermannsgeselle ist. Der ebenso aufgeblasene wie inkompetente Bürgermeister van Bett erfährt, dass sich der Zar in seiner Stadt aufhalten soll, gelangt aber zu der falschen Auffassung, Peter Iwanow sei der Zar. Daraus ergibt sich eine Reihe vergnüglicher Verwechslungen, zu denen Lortzing unsterbliche Melodien schuf. Man denke nur an die Singschule, das berühmte „Ja, ich bin klug und weise“ oder „Lebe wohl, mein flandrisch Mädchen“.
Die letzte Aufführung von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ am Samstag um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach ist ausverkauft. Das gemeinsame Projekt von JugendTheARTerWelt e. V. und Theater&Philharmonie Thüringen fand ein begeistertes Publikum. Zwölf junge Darsteller haben sich in der Regie von Schauspieler Ulrich Milde spielerisch mit dem Stoff auseinander gesetzt, um ihn einem jungen Publikum nahe zu bringen.
Am Samstag um 16.00 Uhr und am Sonntag um 10.00 Uhr wird im Heizhaus wieder „Die feuerrote Blume“ gesucht. Für Aljonuschka ist sie nämlich das Schönste, was es auf der Welt gibt. Ihr Vater, ein reicher Kaufmann, macht sich auf, um Geschäfte zu tätigen, und Aljonuschka bittet ihn, ihr jene wunderbare Blume mitzubringen. Auf dem Weg durch den russischen Zauberwald begegnen ihm seltsame Wesen. In einem geheimnisvollen Garten findet er die feuerrote Blume. Als er gehen will, wird er vom Gartenbesitzer, einer hässlichen Kreatur, ertappt. Der Vater darf die Blume noch seiner Tochter bringen, soll dann aber zur gruseligen Kreatur zurückkehren. Als Aljonuschka davon erfährt, geht sie an Stelle ihres Vaters zur Bestie …. In der Puppentheaterfassung des russischen Volksmärchens mit Klappmaulpuppen wird Aljonuschka von wundersamen Figuren aus dem russischen Märchenwald begleitet. Am Ende verwandelt sich das gruselige Wesen natürlich in einen wundervollen Prinzen. Marcella von Jan und Jochen Haferburg spielen für Kinder ab 5 Jahre.
Am Sonntag steht Goethes „Faust“ in der Fassung von Schauspieldirektorin Amina Gusner und Chefdramaturgin Anne-Sylvie König in einer Nachmittagsvorstellung um 14.30 Uhr auf dem Spielplan im Landestheater. In zwei Stunden ohne Pause geht es in rasantem Tempo mit Heiko Senst (Faust), Frank Voigtmann (Mephisto), Vanessa Rose (Gretchen), Anne Keßler, Judith Mauthe, Helen Schröder, Eva Verena Müller, Rüdiger Rudolph, Manuel Kressin, Jochen Paletschek, David Lukowczyk durch die kleine und zum Teil die große Welt. Für eine beeindruckende musikalische Begleitung dazu zeichnen Eva Verena Müller (Musikalische Leitung und Gesang), Olav Kröger (Piano), Stefan Berger (Kontrabass). |