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Altenburg Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ steht auf dem Programm des 2. Philharmonischen Konzertes am Freitag, 29. Oktober, im Landestheater Altenburg. Beginn ist um 19.30 Uhr. 18.45 Uhr lädt Generalmusikdirektor Howard Arman zur Einführung ein. Vor der Aufführung des Brahms-Requiems erklingt die Motette op. 74 Nr. 1 „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ für Chor a capella – ebenfalls von Johannes Brahms.
Johannes Brahms’ »Requiem« ist eine romantisch-erlebnishafte Auseinandersetzung mit der Tragik des Todes, eine Gegenüberstellung von Vergänglichkeit und Ewigkeitshoffnung, von Trauer und Trost nach frei gewählten Worten der Bibel in Form einer Chorkantate. Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Trost, sondern die Hinterbliebenen, so die Botschaft. Das vollständige Werk erlebte am 18. Februar 1869 seine umjubelte Uraufführung im Leipziger Gewandhaus und erfreut sich bis heute einer großen Beliebtheit.
In diesem Konzert kommt das Publikum in den Genuss zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera den MDR-Rundfunkchor live zu erleben. GMD Howard Arman leitet den MDR Rundfunkchor, den größten und traditionsreichsten Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, seit 1998. Die Solisten sind Frédérique Friess (Sopran) und Hans Christoph Begemann (Bariton). Karten für dieses Konzert der Extraklasse sind noch erhältlich.
Zum vierten und letzten Mal lädt die Schauspielerin Eva Verena Müller zum HEIZhouseJazz am Samstag, 30. Oktober, um 20.30 Uhr ins Altenburger Landestheater ein. Der Live-Act wird an diesem Abend vom Trio Zhag bestritten. Trio Zahg, das sind drei junge Jazzmusiker - Tobias Reinsch (p) - Stefan Berger (b) - Matthias Fischer (dr) -, die sich über ihr Musikstudium gefunden haben. Ihre Eigenkompositionen mit viel Melodie und improvisatorischer Freiheit prägen den modernen Sound der Band. Im Jazz wurzelnd und popmusikalische Elemente mit ihm vereinend, geht das Trio seinen musikalischen Weg.
Den Bassisten Stefan Berger kennt das Altenburger Publikum bereits aus Amina Gusners Faust-Inszenierung, die er zusammen mit Eva Verena Müller (Gesang) und Olav Kröger (Klavier) musikalisch live begleitet, und die damit eine besondere Note bekommt. Im Anschluss an die Live-Performance gibt es wieder Tanzbares vom DJ-Team SOULution, Cocktails und Lounge-Atmosphäre bis spät in die Nacht. SOULution – das ist das Duo Eva Verena Müller und Uwe Muschinski. Die beiden musizieren bereits seit 2003 zusammen und haben sich vor allem durch die eigene Reihe „Unerhört“ im Ruhrgebiet einen Namen gemacht. Schwerpunkte ihrer Musik liegen in den Bereichen Soul, Funk, NuJazz, Elektro, Rare Groove und House.
In Kooperation haben JugendTheARTerWelt e. V. und Theater&Philharmonie Thüringen das Projekt „Dem Himmel ein Stück näher“ herausgebracht. Der Schauspieler und Regisseur Ulrich Milde schuf die Spielfassung und führte Regie. Frank Wedekinds Stück „Frühlings Erwachen“ in einer modernen Bearbeitung von Jugendlichen für Jugendliche ist am Sonntag 18 Uhr wieder im Theater unterm Dach zu sehen. Die ursprünglich für Samstag geplante Aufführung muss leider entfallen.
„Ich möchte doch wissen, wozu wir eigentlich auf der Welt sind! “ fragt Moritz, der um seine Versetzung bangt. Martha wird zu Hause geschlagen, Ilse ist bereits von dort abgehauen und kennt schon die Männer, Sina kann sich nicht in Jungs verlieben, aber in Tina, Wendla beginnt unbekannte aufregende Gefühle in sich zu entdecken und Melchior glaubt an gar nichts mehr… Sie sind jung, unangepasst, brennen vor Leidenschaft, begehren einander. Aber für ihr Aufbegehren müssen sie büßen. Schule und Eltern bestimmen den Alltag, hier werden sie noch wie Kinder behandelt. So wie die Eltern wollen sie auf keinen Fall werden. Der Druck von außen ist riesig - sie müssen ihren Platz in der Gesellschaft finden. Das wahre Leben beginnt für sie am Treff nach der Schule.
Der Sänger Reinhard Lakomy, sein heißgeliebtes Moosmutzelchen, die wilde Traumlaus Agga Knack und Waldwuffel machen auf ihrer Tournee mit dem „Traumzauberbaum“ am 31. Oktober 15.00 Uhr im Landestheater Altenburg Station. Sie nehmen kleine und große Kinder mit auf eine phantastische Reise quer durch die Geschichtenlieder-Produktionen. Die vier veranstalten ein Geschichtenliederkonzert, das kleine und große Kinderherzen zum Hüpfen bringt. Es ist ein musikalisches Vergnügen für eine immer größer werdende Fan-Gemeinde aller Altersstufen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Interessenten können nur auf nicht abgeholte Reservierungen hoffen.
Gera Am Freitag um 19.30 Uhr gehört die Bühne am Park „Ninotschka“! Zu dieser Vorstellung unterbreitet das Theater die Offerte THEATERTAG, das bedeutet jede Karte ist für 10 Euro zu haben. Ort der Handlung von Melchior Lengyels Komödie ist ein Grandhotel in Paris. Ein Gemälde von Rembrandt ist der Grund, dass dort Russen verschiedenster Couleur aufeinander treffen. Der Rembrandt - im Besitz der emigrierten russischen Fürstin Tatjana (Mechthild Scrobanita) - soll in die Sowjetunion zurück. Die Geheimdienstler Mamajew (Manuel Kressin), Yakuskin (Peter Prautsch), Bibinski (Matthias Ransberger) sind beauftragt worden, ihr das Bild abzunehmen. Doch Monsieur Léon kümmert sich für Tatjana darum, dass die drei ihren Auftrag nicht erfüllen, indem er für „Pariser Leben“ sorgt. Als Bild und Geheimdienstler zu lange ausbleiben, schickt der KGB die Sonderbeauftragte Ninotschka hinterher. Die Angst vor Sibirien ist alles andere als unbegründet. Doch die überzeugte Kommunistin entdeckt die Liebe … Was letztlich aber mit dem Bild und den Menschen geschieht, muss man sich selbst anschauen.
Am Samstag ist es soweit: „Der Großvater und das Rübchen“ erobern die Bühne im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz in Gera. Jens Hellwig inszeniert das Puppenspiel nach dem russischen Volksmärchen, das bekanntlich so beginnt: „Großvater hat ein Rübchen gesteckt und spricht zu ihm: Wachse, mein Rübchen, wachse, werde süß!“ Tja, das Rübchen wächst und wächst, wird groß und süß, und als der Großvater es herausziehen will, ist das Rübchen eine richtig große Rübe und lässt sich nicht allein ernten. Da braucht es viele Hände, denn wenn viele an einem Strang ziehen, ist der Erfolg nicht weit. Jochen Haferburg spielt das Märchen für Kinder ab 4 Jahre. Die nächste Vorstellung auf die ausverkaufte Premiere folgt gleich am Sonntag, 31. Oktober, 10.00 Uhr.
Am Samstag, 30. Oktober, um 14.30 Uhr steht der Hit des Schauspielensembles auf dem Spielplan im Großen Haus: die Musik-Komödie „Mama hat den Blues und Papa möchte feiern“ Angesagt ist die ganz große Feier zu Gerhard Frosts (Rüdiger Rudolph) 50. Geburtstag. An seiner Seite Ehefrau Doris (Anne Keßler) und die Töchter Stefanie (Vanessa Rose) und Carolin (Alice von Lindenau). Auch die engagierte Band und der Klavierspieler sind zur Stelle. Nur die geladenen Gäste bleiben aus, da die Einladungen gar nicht verschickt wurden. Dafür tauchen unerwartete Gäste auf, die für reichlich Frust in der Familie Frost sorgen. Mit französischem Chanson und russischem Volkslied, AC/DC und Nina Hagen, Franz Lehár und Tokio Hotel, Goran Bregovic und Paolo Conte, Roger Cicero und Eminem, Funny van Dannen und Chris Boettcher kommentieren Familienmitglieder und Gäste ihre Gefühlszustände und treiben alles auf die Spitze und damit in die Katastrophe oder zum Happyend.
Frank Lienert-Mondanelli gastiert am Samstag, 30. Oktober, um 19.30 mit seinem Balladenabend „Der Zauberlehrling“ in der Bühne am Park Gera. Der Schauspieler, der 2008 ans Theater Heilbronn wechselte, wirkte von 2000 bis 2006 als Schauspieldirektor und Puppentheaterleiter am Theater Altenburg-Gera. Von 1979 bis 1982 war Frank Lienert am Maxim-Gorki-Theater Berlin und von 1982 bis 1992 am Deutschen Theater Berlin engagiert. Von der Neuen Bühne Senftenberg hatte ihn Intendant Dr. René Serge Mund nach Thüringen geholt. Zusammengestellt hat den Balladenabend der legendäre Vortragskünstler vom Deutschen Theater Berlin, Eberhard Esche, der 2006 verstorben ist. Frank Lienert-Mondanelli hat das Programm von seinem früheren Kollegen übernommen.
Im Jahre 1797 entbrannte zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ein wahrer Wettstreit im Verfassen von Balladen. Viele Monumente deutscher Dichtkunst verdanken wir dieser schöpferischen Zeit, die als Balladenjahr in die Literaturgeschichte eingegangen ist und vom Ringen der beiden Geistes-Heroen um die höchste Meisterschaft in diesem Genre geprägt war: „Der Zauberlehrling“ und „Der Erlkönig“ von Goethe, „Der Handschuh“, „Der Taucher“ oder „Die Bürgschaft“ von Schiller sind in jenem Jahr entstanden. Sie alle werden zu hören sein. Neben Goethe und Schiller sind auch Heinrich Heine, Ludwig Uhland und Theodor Fontane in dieser illustren Runde vertreten. Freunde des schönen Dichterwortes kommen voll auf ihre Kosten. Aber es wird kein romantischer, schwelgerischer Ausflug in die Vergangenheit sein, sondern eine augenzwinkernde Auseinandersetzung mit dem Heute. Dafür sorgen schon allein die ebenfalls 1797 von Goethe und Schiller verfassten „Xenien“, die als kommentierende Elemente zwischen die Balladen gefügt sind. Diese feinen polemisch-satirischen Lebensansichten und ästhetischen Grundsätze sind von großer Modernität.
Während ihres künstlerischen Wettstreits formulierten Goethe und Schiller die Ansprüche, die sie an eine gute Ballade stellen würden. Schiller wollte, dass sie mit straffer Handlungsführung und sprachlichem Schwung unmittelbare Wirkung auf den Hörer erzielen solle. Goethe hatte das Ziel, in den Texten die Vielfalt der sprachlichen Schönheit zu demonstrieren. Wie sich dies einlöst, ist zu erleben, wenn Frank Lienert-Mondanelli in einen Bühnenraum entführt, der an einen verlassenen Festsaal erinnert, um mit den großen deutschen Dichtern über das Menschsein, die Nation, Männer und Frauen, eben über Gott und die Welt nachzudenken. Die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. hat Frank Lienert-Mondanelli mit dem Balladenabend anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums eingeladen. Karten zum Preis von 13 Euro, für Vereinsmitglieder 8 Euro, sind an der Theaterkasse erhältlich.
Am Sonntag, 31. Oktober, um 14.30 Uhr steht ein musikalischer Leckerbissen auf dem Spielplan im Großen Haus, die Oper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell und Generalmusikdirektor Howard Arman. Der Schauspieler Wolfgang Jahn tritt darin als Aeneas´ Alter Ego auf - kramt in seiner Sammlung von Tonbändern, die er selbst im Laufe seines Lebens besprochen hat – liebgewordene, aber auch schmerzliche Erinnerungen aus weit zurückliegenden Zeiten. Vor seinem inneren Auge sieht er das Bild seiner großen Liebe, die einst tragisch endete: Dido. Das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart ist ein ganz besonderes. Nimmt man sich einmal die Zeit, das Geschehene Revue passieren zu lassen, so erkennt man richtige und falsche Schritte, die man im Leben gemacht hat, sieht die oft schmerzvollen Resultate falscher Entscheidungen, und kann tragische Wendungen retrospektiv doch nicht mehr ändern … |